Zweites Finale am Karsamstag Panthers wollen drittes Aufstiegsendspiel erzwingen

Von Johannes Kapitza und Ansgar Maßbaum

Will die Panthers in ein drittes Finale führen: Kapitänin Melina Knopp (am Ball). Foto: Helmut KemmeWill die Panthers in ein drittes Finale führen: Kapitänin Melina Knopp (am Ball). Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Im Halbfinale waren die Girolive-Panthers froh, als die Serie nach zwei Spielen beendet war und sie ein freies Wochenende hatten. An Ostern würden die Zweitliga-Basketballerinnen nun gerne freiwillig „nachsitzen“. An Karsamstag (15.30 Uhr) müssen sie in Bergisch Gladbach gewinnen, um am Ostermontag (16 Uhr) zuhause noch eine Chance auf den Bundesliga-Aufstieg zu haben.

„Wir sind ein anderes Team als die letzten Jahre“, hofft Trainer Mario Zurkowski, dass seine Mannschaft nach der 74:79-Niederlage im zweiten Playoff-Finale bei den Bergischen Löwen mental die Kurve kriegt. „Ich wäre gerne mit einer breiten Brust dorthin gefahren“, sagt Melina Knopp, „aber jetzt müssen wir am Samstag mit sehr viel Druck in Bergisch Gladbach aufkreuzen“. Nach einem Abend der Trauer musste zu Wochenbeginn der Schalter wieder umgelegt werden. „Ab Montag werde ich die Mannschaft wieder führen und wir werden fokussiert weitermachen“, hatte Knopp nach der Auftaktniederlage versprochen.

Ein Ziel: Besseres Timing gegen Puthoff-King

Die Panthers haben ihre Qualitäten schon gezeigt: Im Pokal-Halbfinale gegen Bundesligist Freiburg stimmten der Einsatz und der Fokus über 40 Minuten. Ausgerechnet in den ersten beiden Final-Vierteln fehlte dem OSC jedoch diese Bissigkeit in der Defensive. Dadurch kamen die Einzelkönnerinnen der Löwen wie Marquisha Harris (24 Punkte) und Kristina Puthoff-King (29 Punkte) zur Entfaltung und waren auch in den Schlussminuten auf Betriebstemperatur. „Man muss viel riskieren, um Kristina Puthoff-King zu stoppen. Da hatten wir im ersten Spiel ein schlechtes Timing. Wir müssen sie besser verteidigen“, sagt Vizekapitänin Kata Takács. Wenn das gelingt und die Panthers ihre Fehler aus dem ersten Spiel (unter anderem 20 Ballverluste) vermeiden, ist ein drittes Spiel am Ostermontag möglich.

OSC plant mit drittem Spiel am Ostermontag

Sollte es dazu kommen, ist der OSC vorbereitet. „Wir planen erst mal so, als wenn es ein drittes Spiel gibt“, hat Geschäftsführer Hendrik Witte Vorkehrungen zum Beispiel für die Verpflegung des Publikums getroffen. Die Logistik eines Heimspiels lässt sich nicht spontan abwickeln – erst recht nicht an den Osterfeiertagen. Zuvor sind die Panthers-Fans jedoch auswärts gefragt: 75 der 100 Gästekarten sind inzwischen vergeben.  Anmeldungen für die Busfahrt (20 Euro inkl. Karte) nimmt der OSC bis Donnerstag in seinem Fitnessstudio „Aktivital“ und per E-Mail an Niklas Schwichtenberg entgegen. „Wir brauchen einen sechsten Mann auf der Tribüne, und dann erzwingen wir ein drittes Spiel“, zeigte sich Knopp kämpferisch. Sollten die Panthers mit einem Sieg das dritte Spiel erzwingen, startet der Vorverkauf fürs Endspiel um den Aufstieg am Sonntagmorgen beim OSC.



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