Harter Kampf im ersten Playoff-Halbfinale Girolive-Panthers schlagen Avides Hurricanes 66:50

Umkämpftes Duell: Kata Takács (in Weiß) im Spiel der Girolive-Panthers gegen die Avides Hurricanes Rotenburg/Scheeßel. Foto: Helmut KemmeUmkämpftes Duell: Kata Takács (in Weiß) im Spiel der Girolive-Panthers gegen die Avides Hurricanes Rotenburg/Scheeßel. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Die Girolive-Panthers haben das erste Playoff-Halbfinale in der 2. Basketball-Bundesliga für sich entschieden. Vor 800 Zuschauern lieferten sie sich einen verbissenen Kampf mit den Avides Hurricanes Rotenburg/Scheeßel und drehten nach der Pause einen Rückstand zum 66:50-Erfolg.

Nach 13 Sekunden hatte Melina Knopp die ersten Punkte für die Panthers verbucht, die ohne Nervosität, aber mit viel Schwung begannen. Knopps erster Dreier bedeutete eine 15:5-Führung (5. Minute). Danach ließ die Trefferquote allerdings nach – im Gegensatz zu den Hurricanes, bei denen vor allem Kama Griffitts immer besser in ihren Rhythmus fand. Mit fünf Punkten am Stück brachte die US-Amerikanerin die Gäste auf 15:12 (8.) heran. Pia Mankertz hätte von der Freiwurflinie verkürzen können, vergab aber doppelt. Auf der Gegenseite startete Ex-Hurricane Kata Takács zweimal durch – wichtige Punkte für die 21:18-Führung nach dem ersten Viertel.

Sieben Minuten kein OSC-Korb aus dem Spiel heraus

Der Vorsprung hielt keine zwei Minuten: Vivien Stoll sorgte aus der Distanz für den Ausgleich, Alecia Cooley sorgte beim 21:23 für die erste Gäste-Führung (12.). Der OSC traf mehr als sieben Minuten lang nicht aus dem Spiel heraus, leistete sich Fehler und schaute zu, wie die Hurricanes die Rebounds einsammelten. Die Gäste überzeugten spielerisch in der Offensive und kämpferisch in der Verteidigung, legten auch noch eine häufig nicht geahndete Härte an den Tag. Bei den Panthers zeigten selbst sichere Akteure wie Spielmacherin Jenny Strozyk plötzlich Nerven im Abschluss. Für Rotenburg/Scheeßel bauten Griffitts und Mankertz per Dreier die Führung aus. Strozyk sorgte mit nur einem Freiwurf auch nicht für große Erleichterung: Die Panthers nahmen nach einem desaströsen Viertel (5:15) eine 26:33-Hypothek mit in die Pause.

Girolive-Panthers - Avides Hurricanes 66:50 (21:18, 5:15, 19:10, 21:7)

Panthers: Borchers, Bühner, Dölle, Dzeko, Eichmeyer, Jongeling 2 Punkte, Knopp 16/3 Dreier, Olson 6/2, Potratz, Rollerson 22, Strozyk 11, Takács 9.
Rotenburg: Baden, Beckmann 3, Cooley 10, Griffitts 18/4, Mankertz 7/1, Pakulat 5/1, Stach 4, Stoll 3/1.
Trefferquote Nah-/Mitteldistanz: 54 zu 35 %
Dreier: 22 zu 23 %
Rebounds: 47/34
Assists: 14/7
Turnover: 18/17

Panthers drehen mit Kampfgeist die Partie

Die Pause war gut für den mentalen Neustart: 28 Sekunden waren gespielt, als Sarah Olsons fünfter Dreierversuch endlich einmal saß. Brianna Rollerson brachte den OSC mit zwei Freiwürfen auf 31:33 heran. Defensiv bauten die Panthers mehr Druck auf, aber offensiv ließen sie auch einige einfache Abschlüsse liegen. Griffitts traf stattdessen erneut aus der Distanz, Mirja Beckmann per Dreipunktspiel (31:41/25. Minute). Die Panthers antworteten auf den zweistelligen Rückstand wütend, wollten ihr Glück aber oft noch mit schlecht vorbereiteten Würfen erzwingen. Der Ausgleich gelang trotzdem: Nach acht Minuten belohnte Takács die Aufholjagd mit einer starken Einzelleistung zum 41:41. Die Panthers waren zurück im Spiel und weil Rollerson sieben Sekunden vor der Viertelsirene das 45:43 erzielte, nahmen sie auch eine Führung mit in die letzten zehn Minuten.

Panthers mobilisieren ihre Reserven in der Crunchtime

Auch das Schlussviertel blieb auf Messers Schneide: Nach fast drei Minuten gelangen Mankertz die ersten Punkte des Viertels. Sie glich von der Freiwurflinie aus. Es dauerte wiederum fast eine Minute, bis die Panthers antworteten – aber wie: Knopp traf ihren zweiten Dreier (48:45/34.), Strozyk erhöhte mit einem mehr als schmeichelhaften Dreipunktspiel und Takács zumindest mit einem Freiwurf. Griffitts traf für die Hurricanes per Dreier, Knopp aber auch (55:48), und als kurz darauf auch Olsons nächster Dreier durch den Ring flog, war der Vorsprung zweistellig (58:48). Knopps Ballgewinn mit Dreipunktspiel war eine spürbare Erlösung (61:48/38.). Weil die Panthers solide weiter trafen, geriet der Sieg nicht mehr in Gefahr. Am kommenden Freitag (20 Uhr) steigt in Scheeßel das zweite Halbfinale, in dem die Panthers mit einem weiteren Sieg ins Playoff-Finale einziehen können. Dafür wird es allerdings erneut eine ebenso kraftvolle Energieleistung brauchen.


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