Playoff-Ticket so gut wie sicher 73:47 – Girolive-Panthers deklassieren Bergische Löwen im Topspiel

Stark im Spitzenspiel: Brianna Rollerson (links) siegte mit den Girolive-Panthers gegen die Bergischen Löwen.  Archivfoto: Jörn MartensStark im Spitzenspiel: Brianna Rollerson (links) siegte mit den Girolive-Panthers gegen die Bergischen Löwen. Archivfoto: Jörn Martens

Osnabrück. Die Girolive-Panthers haben das Spitzenspiel in der 2. Basketball-Bundesliga gegen die Bergischen Löwen deutlich gewonnen. Rund 800 Zuschauer sahen in der OSC-Halle einen Spitzenreiter, der schon in der ersten Halbzeit mit einer Energieleistung die Weichen auf Sieg stellte und mit dem 73:47-Erfolg den Platz in den Playoffs so gut wie sicher hat.

Mit einer intensiven und sehr aufmerksamen Manndeckung standen die Panthers dicht auf den Füßen der Gäste, die ihre Wurfchancen kaum unterbrachten. Schon früh legten die OSC-Frauen einen 13:0-Lauf zum 17:4 (6. Minute) hin. Beide Teams trafen aus der Distanz schwach (Panthers: 2/8; Löwen 0/4). Melina Knopp baute die Führung mit dem bis dato einzigen Dreier auf 22:9 aus (6.). Die Topschützin der Gäste, Kristina Puthoff-King, stand in Sonderbewachung und sah sich teilweise drei Panthers gegenüber. So kam sie kaum zur Geltung und erzielte im ersten Viertel nur drei Punkte. Konzentriert baute der OSC den Vorsprung aus. Sarah Olsons Dreier, der mit der Sirene in den Korb fiel, bedeutete eine 31:14-Führung nach den ersten zehn Minuten.

Rollerson punktet konstant, die Führung wächst

Auf der Bank fieberte die verletzte Milica Milosev mit geschientem Knie und Gehhilfen mit. Beim Aufwärmen hatten ihre Mitspielerinnen einheitlich T-Shirts mit Milosevs Rückennummer 15 getragen. Sie sah, wie all ihre Mannschaftskameradinnen Verantwortung übernahmen. Die Gäste gestalteten das zweite Viertel ausgeglichener, auch weil sie bissiger gegen die Panthers verteidigten. Das bekam vor allem Brianna Rollerson unter dem Löwen-Korb zu spüren. Die Centerin traf aber auch von der Freiwurflinie sicher (6/6 vor der Halbzeit) und erzielte zusätzlich noch acht Punkte aus dem Spiel. Auch wenn sich die Panthers ab Mitte des Viertels einen kleinen Hänger leisteten, bauten sie ihren Vorsprung auf 46:23 bis zur Halbzeit aus, weil die Löwen deutlich schlechter trafen als der Spitzenreiter.

Zähes Duell mit schlechten Wurfquoten

Zäh begann der dritte Abschnitt auf beiden Seiten. 6:4 stand es nach der Hälfte des Viertels, weil beide Teams nicht gut trafen. Die Löwen nutzten das, um den Rückstand durch einen 7:0-Lauf ein wenig zu verkürzen (52:32/28.). Fast fünf Minuten lang trafen die Panthers nicht. Unter dem Strich holten die Gäste, die sich genau wie der OSC einige Ballverluste und schlechte Abschlüsse leisteten, im dritten Abschnitt aber nur zwei Zähler auf (55:34).

Spitzenreiter hält Tabellenzweiten deutlich auf Distanz

Mit mehr Biss in den Reboundduellen, überlegten Abschlüssen und einer treffsicheren Tonia Dölle weckten die Panthers das Publikum im Schlussabschnitt wieder auf. Rowie Jongeling erhöhte die Schlagzahl aus der Distanz und mit einem weiteren Korb und trug so zum 12:0-Lauf bei (70:36/35.). Weil den Löwen weiter kaum etwas gelang, durften die Panthers schon früh siegessicher sein. Sie spielten die Angriffe ruhig aus, trafen zwar nicht alles, aber verteidigten weiter aufmerksam und hielten den Tabellenzweiten am Ende selbst mit der jüngeren Garde bei unter 50 Punkten.

Playoff-Platz so gut wie sicher

Durch den 14. Sieg haben die Panthers einen Platz in den Playoffs so gut wie sicher: Sie müssten ihre verbleibenden fünf Spiele allesamt verlieren, unter anderem mit mehr als 35 Punkten am kommenden Wochenende in Rotenburg/Scheeßel.


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