Dritte klare Niederlage in Folge 0:3 gegen Berlin: Bad Laers Volleyballerinnen verlieren erneut

Von Ansgar Maßbaum

Vergeblich gereckt: Laura Seete (links) und der SV Bad Laer verloren auch gegen den Drittletzten Rotation Prenzlauer Berg Berlin mit 0:3. Foto: Michael GründelVergeblich gereckt: Laura Seete (links) und der SV Bad Laer verloren auch gegen den Drittletzten Rotation Prenzlauer Berg Berlin mit 0:3. Foto: Michael Gründel

Bad Laer. Noch stehen die Volleyballerinnen des SV Bad Laer auf dem siebten Platz der 2. Bundesliga Nord. Drei 0:3-Niederlagen haben das Polster auf die Abstiegsränge allerdings zusehends schmelzen lassen. Auch gegen den Drittletzten gab es nicht mal einen Punkt.

Wieder mal standen Bad Laers Volleyballerinnen mit leeren Händen da: Auch gegen den Drittletzten RPB Berlin gelang nicht die erhoffte Trendwende. Das wichtige Heimspiel verloren die Bad Laererinnen verdient mit 0:3 (18:25, 22:25, 13:25).

Sechste Niederlage in Folge

Es war die vierte Niederlage in diesem noch jungen Jahr und die insgesamt sechste in Folge. Die Bilder nach Spielende sprachen Bände: Während die Berlinerinnen im Kreis tanzten und ihren fünften Saisonsieg bejubelten, standen die Gastgeberinnen geknickt in der Halle.

Nikolic: Ausfall von Stammspielerinnen schwer zu verkraften

Die Gesichter der Spielerinnen und ihres Trainers Zoran Nikolic sagten fast alles. „Natürlich bin ich nicht zufrieden, wenn wir so deutlich das Spiel verlieren. Es ist einfach schwer zu verkraften, wenn wir drei Stammspielerinnen in der 2. Liga ersetzen müssen“, wirkte Nikolic konsterniert.

Hellmich spielt trotz Verletzung

Die verletzten Stammkräfte Franziska Bentrup und Sara Szmuk mussten sich das Spiel von der Seitenline anschauen. Alina Hellmich stellte sich trotz einer Schulterläsion in den Dienst der Mannschaft, konnte als Annahme- und Abwehrkraft allerdings nur begrenzt ins Geschehen eingreifen. Auch sie war nach dem Match sehr enttäuscht: „Wir machen momentan einfach viel mehr Fehler als der Gegner, der auch nicht überragend gespielt hat. Wir bekommen es derzeit nicht mal hin, einen einzigen Satz zu gewinnen“, sagte sie frustriert. Schon gegen Hamburg und in Aligse, zwei weitere direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, hatte Bad Laer 0:3 verloren.

Bad Laer liegt in allen Sätzen früh zurück

Gegen Berlin liefen die Gastgeberinnen der Musik schon von Beginn an hinterher. In allen drei Sätzen führten die Gäste mit 3:0 oder 4:0, ehe die 250 lautstark anfeuernden Heimfans die ersten Punkte ihres Teams beklatschen durften. Bad Laer kämpfte sich in den ersten beiden Sätzen sogar wieder heran und eroberte die Führung. Die hatte aber nicht lange Bestand.

Guten Aktionen folgt immer eine Schwäche

Der Tabellenelfte wirkte griffiger, zielstrebiger und erzielte einfache Punkte. Immer, wenn Franziska Stricker ein knallharter Aufschlag gelang oder Laura Seete nach kurzem Zuspiel trocken die Lücke bei den Berlinerinnen fand, keimte Hoffnung auf. Dann folgte aber wiederum ein schwacher Block, ein zu ungenauer Schmetterball oder ein zu langer Aufschlag. Die nötige Konstanz für eine Wende des Spiels ging den verunsicherten Bad Laererinnen ab.

Seete: Die nächsten Matches werden nicht einfacher

„Wir hatten Phasen, in denen wir fünf bis sechs Punkte nacheinander erzielt haben. Danach kam wieder nichts. Berlin war in allen Belangen ein bisschen besser“, sprach Seete Klartext. Sie wollte auch nicht nur die verletzten Stammkräfte als alleinige Erklärung für den derzeitigen Tiefpunkt der Saison verantwortlich machen. „Natürlich fehlen drei Spielerinnen. Aber generell müssen wir als Mannschaft langsam anfangen, einfach besser zu spielen“, sagte sie und fügte an: „Wir haben jetzt gegen Teams aus dem unteren Drittel verloren – und die nächsten Matches werden nicht einfacher.“

Nikolic: Noch mehr Verantwortung übernehmen

„Unsere verbleibenden Stammkräfte müssen versuchen, noch mehr Verantwortung zu übernehmen“, fordert Nikolic: „Die Situation ist für alle schwierig und bis zum Klassenerhalt ist es noch ein langer Weg.“ Die Niederlagenserie ist allmählich auch Kopfsache, wie Seete durchblicken ließ: „Vielleicht müssen wir die Köpfe mehr ausschalten, mit höherem Risiko agieren und das Glück erzwingen. So langsam müssen wir mal wieder siegen“, sagte sie – und verschwand nachdenklich in die Kabine.


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