Basketball-Leiter und Co-Trainer geht Girolive-Panthers: Kurzfristiger Abschied von Eggers

Nimmt kurzfristig Abschied vom Osnabrücker Sportclub: Basketballkoordinator und Panthers-Co-Trainer Stefan Eggers (Mitte). Archivfoto: Michael GründelNimmt kurzfristig Abschied vom Osnabrücker Sportclub: Basketballkoordinator und Panthers-Co-Trainer Stefan Eggers (Mitte). Archivfoto: Michael Gründel

Osnabrück. Doppelte Enttäuschung beim Osnabrücker SC: Die Entscheidung, das Finalturnier im Basketball-Pokal nach Herne zu vergeben, wirkt bei den Girolive-Panthers nach. Zudem trennen sich kurzfristig die Wege von Stefan Eggers und dem OSC.

Der Verein hatte dem 48-jährigen Basketballkoordinator und Co-Trainer der Panthers angedeutet, dass seine Stelle ab dem Sommer reduziert werden soll. So lange hält die Beziehung aber nicht mehr. Nach Gesprächen wird kurzfristig eine Trennung vollzogen. Nach 4,5 Jahren im Amt sei eine Veränderung zwar „kein ungewöhnlicher Prozess“, sagt Eggers. Dennoch ist er enttäuscht: „Ich hätte mich gerne weiter eingebracht und wäre den Weg gerne weitergegangen, aber es ist anders entschieden worden. Das akzeptiere ich und drücke der Mannschaft weiter die Daumen. Ich hoffe, dass sie ihre sportlichen Ziele erreicht.“

OSC will sparen und das Ehrenamt stärken

Eggers habe sich „nichts zuschulden kommen lassen“, betont OSC-Vorsitzender Thomas Levien. Bei den Planungen für die neue Saison habe der Verein aber die Weichen anders stellen und Eggers „frühzeitig mit ins Boot nehmen“ wollen. Laut Levien gab es unterschiedliche Auffassungen über die Ausgestaltung der Stelle. Ab dem Sommer will der OSC die Schnittstelle zwischen Profiteam und Abteilung anders gestalten. „Wir wollen das Ehrenamt stärken“, sagt Levien, auch weil der Verein weiter finanziell unter Druck stehe. In allen Abteilungen würden die Kosten überprüft. Beim Basketball sah die Klubführung noch Sparpotenzial, zum Beispiel bei Eggers‘ Stelle. 

Bekenntnis zu Bundesliga-Plänen

Wie die Lücke als Co-Trainer der Panthers gestopft werden soll, wird derzeit noch im OSC überlegt. Die Zweitliga-Frauen bestreiten ihr nächstes Spiel am 2. Februar beim ASC Mainz. Der Sparzwang im OSC sei grundsätzlich keine Absage an die Aufstiegsträume der Panthers, betont Levien. „Wir wollen in die Bundesliga.“ Auch das Top-Four im Pokal (23./24. März) hätte der Verein gerne ausgerichtet. 

Enttäuschung nach Absage für Pokal-Bewerbung

„Wir waren sehr zuversichtlich. Die Bewerbung war sehr gut. Auch Oberbürgermeister Wolfgang Griesert hat sich für uns eingesetzt. Mehr konnten wir nicht machen“, ist der Klubchef überzeugt. Die Hallentermine seien schon geblockt und mögliche Sponsoren für die Großveranstaltung kontaktiert worden. Der OSC habe „viel Herzblut“ in die Bewerbung gesteckt und sich ernsthafte Chancen ausgerechnet. „Herne und Marburg waren schon mal Gastgeber und Freiburg liegt sehr weit im Süden und wäre für alle Teams mit einer langen Anreise verbunden gewesen“, erklärt Levien. Dass der OSC nicht berücksichtigt wurde, sei daher „supertraurig“. 

Personell trotz Milosev-Verletzung „nicht unbedingt Handlungsbedarf“

Sportlich wollen Zweitliga-Basketballerinnen auch nach der Knieverletzung von Milica Milosev weiter erfolgreich sein. „Wir sind mit der Mannschaft gut aufgestellt und sehen nicht unbedingt Handlungsbedarf“, sagt Levien und verweist auf starke Eigengewächse wie Tonia Dölle und Emma Eichmeyer. Ein Neuzugang müsste daher vor allem „bezahlbar sein und uns sportlich weiterbringen“, seien sich der Verein und Trainer Mario Zurkowski einig, so Levien.


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