Gebrauchter Abend gegen Leverkusen Zweitligist SV Bad Laer beendet Hinrunde nach 0:3 auf Rang sechs

Vergeblich streckte sich der SV Bad Laer mit Michelle Bollien (Nr. 4) und Alina Hellmich (Nr. 10) beim 0:3 im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen. Foto: Swaantje HehmannVergeblich streckte sich der SV Bad Laer mit Michelle Bollien (Nr. 4) und Alina Hellmich (Nr. 10) beim 0:3 im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen. Foto: Swaantje Hehmann

Bad Laer. Um zwei Ränge auf Platz sechs fielen die Zweitliga-Volleyballerinnen des SV Bad Laer zum Abschluss der unterm Strich überraschend starken Hinrunde mit dem 0:3 (27:29, 22:25, 21:25) gegen Bayer Leverkusen zurück.

"Mein Motto ist: Man spielt, wie man zuvor trainiert hat", sagte Zoran Nikolic nach dem zwölften Auftritt der Saison: "Diese Woche haben wir nicht gut trainiert." Der Trainer ärgerte sich immer noch über die Einheit am Donnerstag, als er nach einer guten Stunde in die Runde fragte: "Wollen wir heute vernünftig trainieren oder fahren wir lieber nach Hause? Da waren alle überrascht" Als eine für ihn entsprechende Reaktion ausfiel, brach er das Training ab.

Am Samstagabend lieferte die Mannschaft die erst zweite Leistung der Saison nach dem 0:3 gegen das Volleyball-Team Hamburg am 2. Spieltag ab, die Nikolic missfiel. "Wir haben viele Fehler gemacht, insbesondere in der Annahme. So kamen wir einfach nicht in unser schnelles Spiel. Wir sind keine Mannschaft, die in jedem Spiel konstant stark spielen kann", sagte er. Es sei dennoch schade, sich mit einer klaren Niederlage vor heimischer Kulisse in die Pause zu verabschieden. "Insgesamt bin ich aber schon stolz, was wir in der Hinrunde zusammen geleistet haben." Mit Blick auf die drei Niederlagen in den vergangenen vier Partien mit vier statt der erhofften sechs Punkte an Ausbeute betonte der Coach: "Fast jede Zweitligamannschaft hat mal eine Durststrecke."

Packend ging es im ersten Satz zu. Nach dem 11:13-Rückstand hatte bei wechselnden Führungen keine Mannschaft mehr als einen Punkt Vorsprung - bis zum 27:29 nach zuvor vier von Bad Laer abgewehrten Satzbällen. In allen drei Durchgängen begannen die Gastgeberinnen überzeugend. Mit Ausnahme des ersten  ließen sie allerdings in der Mitte der Sätze deutlich nach. Die drittplatzierten Leverkusenerinnen agierten konzentrierter und zudem im Passspiel präziser und stabiler als ihr an Körpergröße unterlegener Gegner. Ohne zu glänzen, brachte der Gast die in der Annahme und mit harten Schmetterbällen herausragenden Außenangreiferin Anna Hoya immer wieder in günstige Abschlusssituationen - der einfache Schlüssel zum Sieg.

Bad Laer hatte kämpferisch und individuell schon mehr zu bieten als am Samstagabend. "Leverkusen hatte so gut wie alle längeren Ballwechsel für sich entschieden. Wir brauchten heute mit allem zu lange", bedauerte Alina Hellmich, die zur besten Gastgeberin auserkoren wurde. Die Mittelblockerin biss wie Laura Seete einmal mehr mit Schulterproblemen auf die Zähne. "Ich habe mir in den letzten Wochen oft gesagt: Augen zu und durch. Gezwickt hat es trotzdem oft genug. Jetzt ist gut, dass wir Pause haben."




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