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06.12.2018, 18:16 Uhr zuletzt aktualisiert vor KOMMENTAR

Fusionspläne im Osnabrücker Amateurfußball: Macht zwei Kreisligen

Von Benjamin Kraus


Vielleicht bald in verschiedenen Kreisligen unterwegs? Die Teams des SC Türkgücü und des Osnabrücker SC. Foto: Jörn MartensVielleicht bald in verschiedenen Kreisligen unterwegs? Die Teams des SC Türkgücü und des Osnabrücker SC. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Die Fusion der Fußballkreise Osnabrück Stadt und Land wird konkret - und sie ist sinnvoll. Offen ist, wie viele Kreisligen es künftig gibt – wobei eines der beiden Modelle ganz klare Vorteile hat: Jenes mit zwei künftigen Kreisligen.

Die meisten Landkreis-Vereine können mit den Fusionsplänen locker umgehen – für sie gäbe es so gut wie keine negativen Effekte. Im bezüglich der Teamzahlen eher ausgedünnten Bereich Nord B würde sie den Spielbetrieb langfristig stabilisieren, auch sonst dürfte die Aufnahme einiger Stadt- teams in die intakte und bewährte Ligen-Struktur die Attraktivität steigern.

Für Stadtklubs ist die Fusion herausfordernder: Ihr Spielgebiet der kurzen Wege und vielen Derbys würde zerschlagen, statt nach Pye ginge es etwa für OSC-Fußballer nach Glandorf, auch in der 2. und 3. Kreisklasse. Große Effekte – aber nur Angleichungen an bestehende Landkreis-Verhältnisse. Auch sonst überwiegen die Argumente pro Fusion: Sportliche wie die Eliminierung des großen Leistungsgefälles der Kreisliga Stadt und einer 1. Kreisklasse, die zu zwei Dritteln aus nicht aufstiegsberechtigten Teams besteht. Und Grundsätzliche wie die zukunftsfähige Sicherung des Amateurfußballs in Zeiten herausfordernder gesellschaftlicher Entwicklungen.

Einen attraktiven Spielbetrieb kennzeichnet auch Durchlässigkeit zwischen den Ligen. Die wird erhöht, wenn im Gegensatz zur aktuellen Lage auch Tabellenzweite eine Aufstiegschance erhalten – was im Modell mit einer Kreisliga über vier Kreisklassen nicht geht. Daher ist das Modell mit zwei Kreisligen für alle Fußballer das konkurrenzlos beste.


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