Mehr als 800 Starts im Nettebad 250 Schwimmer treten beim Nikolaus-Schwimmfest an

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Sprint zum Jahresabschluss: Das Nikolaus-Schwimmfest ist feste Tradition für Schwimmer.Foto: Gert WestdörpSprint zum Jahresabschluss: Das Nikolaus-Schwimmfest ist feste Tradition für Schwimmer.Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Am Samstag wird es voll und laut um das Sportbecken im Nettebad. Das Augenmerk ist wieder auf die Disziplinen des Seepferchen-Rennens gerichtet. Dann schnuppern junge Schwimmanfänger zum ersten Mal Wettkampfluft.

 „Hopp, hopp, hopp, hopp“ – geübte Wettkampfschwimmer kennen die schnellen Anfeuerungsrufe. Bei den Anfängern aus den Jahrgängen 2011 oder jünger sei es wichtig, die Schwimmer vom Beckenrand aus anzutreiben. Auch wenn „nur“ 25 Meter geschwommen werden, diese eine Bahn kann richtig anstrengend sein.

Jeweils drei Läufe gibt es bei den Jungen über 25 Meter Kraul und Brust, bei den Mädchen sind es jeweils fünf Läufe. Über die Rückendistanz wird es zwei beziehungsweise fünf Läufe geben. Beim Freistil wird aber nicht immer nur gekrault. „Das ist eigentlich vollkommen egal“, sagt Andreas Klöpperpieper, Pressewart des Schwimm Clubs Osnabrück (SCO). Der Spaß steht im Vordergrund.

Die Jüngsten beim Seepferden-Rennen

Die jüngste Teilnehmer (Jahrgang 2013) aus Osnabrücker beim Nikolaus-Schwimmfest:
  • Fabian Beyer, Schwimm Club Osnabrück 
  • Reemt Busiek, Schwimm Club Osnabrück 
  • Philipp Kollorz, TSG Burg Gretesch 
  • Manya Sofi Leopold, Schwimm Club Osnabrück
  • Emmi Brinkmann, TSG Burg Gretesch 
  • Greta Conrads, TSG Burg Gretesch 
  • Ella Bente, TSG Burg Gretesch 
  • Greta Conrads, TSG Burg Gretesch 

15 Vereine aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen angemeldet

Der SCO hat bei seiner Gründung 2004 die Ausrichtung des traditionsreichen Nikolaus-Schwimmfests übernommen. Seit 2013 findet das Schwimmturnier im Nettebad statt. Zum 15. Mal gehen am Samstag ab 11.45 Uhr unter der SCO-Organisation die Schwimmer an den Start. Einlass ist ab 11 Uhr. Insgesamt ist das Traditionsturnier aber älter als 30 Jahre alt.

Aus der Osnabrücker Region, aber auch aus Nordrhein-Westfalen haben sich dieses Jahr 15 Vereine, 250 Schwimmer, angemeldet: SC Melle, SG Osnabrück, SV Georgsmarienhütte, TSG Burg Gretesch, TSV Ueffeln, TuS Bad Essen, TuS Bad Rothenfelde, TuS Bramsche, TV Bohmte, VfL Osnabrück, Olfener Schwimmclub, Schwarz-Weiß Lienen, SG Schwimmen Münster, TG Ennigloh und der SCO.

Nach einer kurzen Pause sind der TV Bohmte, SV Georgsmarienhütte und der TuS Bramsche wieder dabei. Vier Vereine aus dem Vorjahr fehlen.

Auch die älteren Schwimmer starten auf den kurzen Sprintdistanzen. „Im Winter schwimmt man traditionell auf der Kurzbahn“, erklärt Klöpperpieper. Dann geht es im Nettebad Schlag auf Schlag, denn die meisten Disziplinen sind nur 50 Meter lang. Bei 806 Starts sei mehr nicht möglich.

Statistik des Nikolaus-Schwimmfests seit 2006

2006: 12 Vereine 284 Personen 536 Starts; Schinkelbad
2007: 10 Vereine 285 Personen 596 Starts; Schinkelbad 
2008: 13 Vereine 300 Personen 598 Starts; Schinkelbad
2009: 13 Vereine 208 Personen 479 Starts; Schinkelbad
2010: 11 Vereine 246 Personen 542 Starts; Schinkelbad
2011: 6 Vereine 109 Teilnehmer 246 Starts; Schinkelbad
2012: 11 Vereine 230 Teilnehmer 644 Starts; Moskaubad
2013: 12 Vereine 209 Teilnehmer 651 Starts; Nettebad
2014: 10 Vereine 144 Teilnehmer 405 Starts; Nettebad
2015: 11 Vereine 171 Teilnehmer 555 Starts; Nettebad
2016: 14 Vereine 263 Teilnehmer 793 Starts; Nettebad
2017: 17 Vereine 295 Teilnehmer 908 Starts; Nettebad
2018: 15 Vereine 250 Teilnehmer 806 Starts; Nettebad

Sonderauszeichnung für schnellste Lagenzeiten

Länger wird nur über 100 Meter Lagen und den 4x50-Meter-Staffeln geschwommen. Hier bekommen die drei Zeitschnellsten eine Sonderauszeichnung.

Am Samstag wird aber keiner mit leeren Händen nach Hause gehen. „Grundsätzlich bekommt jeder eine Teilnehmer-Medaille“, verspricht Klöpperpieper. Außerdem bekommt jeder eine Urkunde, die Wettkämpfe werden nach Jahrgängen ausgewertet. Die Zeiten werden von den Kampfrichtern mit der Hand gestoppt.

Schwimmen sei bei Kindern momentan wieder im Auftrieb, beschreibt Klöpperpieper seine Beobachtung. Das sei auch beim Traditionsturnier zu bemerken: „Der Zuspruch ist mehr geworden.“

In älteren Klassen nur Wettkampfschwimmer vertreten

Außerhalb der Seepferdchen-Rennen müssen die Schwimmer allerdings beim Deutschen Schwimmverband registriert sein. Daher seien in den älteren Klassen nur Wettkampfschwimmer dabei. Der älteste Teilnehmer am Samstag ist Lukas Licher (Jahrgang 1990) von Schwarz-Weiß Lienen. „Die Schwimmfeste haben traditionelle das gleiche Altersfeld“, sagt Klöpperpieper.

Ebenso ist es Tradition, dass Eltern und Angehörige zum Anfeuern kommen. Leider gebe es im Nettebad keine Tribüne, bedauert der Pressewart. Erfahrungsgemäß werden etwa 500 Personen in der Schwimmhalle sein: „Das wird auf jeden Fall voll um das Becken herum.“


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