Inklusives Sportfest auf der Illoshöhe 1000 Kinder mit viel Spaß beim Sportivationstag in Osnabrück

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Auf die Plätze, fertig, los: Beim Sportivationstag in Osnabrück machten knapp 1000 Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung gemeinsam Sport. Foto: Michael GründelAuf die Plätze, fertig, los: Beim Sportivationstag in Osnabrück machten knapp 1000 Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung gemeinsam Sport. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Die Illoshöhe in Osnabrück ist am Mittwoch fest in den Händen von knapp 1000 Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung gewesen. Beim 12. Sportivationstag konnten sie ihr sportliches Können unter Beweis stellen.

An der Weitsprunggrube steht Jasmina bereit. Sie nimmt Anlauf, springt ab und landet mit einem lachenden Gesicht im Sand. Zwei der insgesamt 250 Helfer legen das Maßband an: 3,20 Meter. Stolz rennt sie zu ihrer Lehrerin und berichtet ihr von ihrem weiten Satz. Warum sie hier ist? „Weil es Spaß macht“, sagt die Schülerin der Wilhelm-Busch-Schule Bramsche.

Gemeinsames Sporttreiben

Und genau darum geht es bei dem inklusiven Sportfest: nicht die sportlichen Höchstleistungen stehen im Mittelpunkt, sondern das gemeinsame Sporttreiben von Schülern mit und ohne Behinderung. „Hier können alle kommen und mit machen, für jeden ist etwas dabei“, sagt Jutta Schlochtermeyer, Inklusions-Beauftrage beim Behinderten Sportverband Niedersachsen. Auf der einen Seite könnten die Kinder und Jugendlichen das Sportabzeichen ablegen auf der anderen könnten sie aber auch nur beim wettbewerbsfreien Spielfest mitmachen.

Spaß für jeden: Beim Spielefest des Sportivationstages ist für jedes Kind etwas dabei. Foto: Michael Gründel

Zunächst hieß es aber gemeinsam aufwärmen für den actionreichen Tag. Zum „Spurti“-Song hüpften, sprangen und tanzten die Kinder begeistert mit. Dann ging es richtig los. Die jungen Sportler konnten es kaum abwarten sich auf der Laufbahn, an der Weitsprunggrube, beim Rollstuhlparcour oder aber auch auf der Hüpfburg auszutoben.

„Die Kinder fiebern diesem Tag das ganze Jahr entgegen“, berichtet Schlochtermeyer. Denn beim Sportivationstag, der vom Behinderten-Sportverband Niedersachsen und dem Stadtsportbund Osnabrück organisiert wird, könnten sie selbst aktiv sein und hätten am Ende ein riesiges Erfolgserlebnis. „Das ist für die Kinder und Jugendlichen von großer Bedeutung.“

Für das Sportabzeichen müssen die Kinder und Jugendlichen je nach Alter 30, 50 oder 100 Meter laufen. Foto: Michael Gründel

Wer das Sportabzeichen ablegen möchte, muss laufen, weitspringen, werfen und schwimmen. Letzteres haben die jungen Sportler aber bereits im Vorfeld mit ihren Schulen gemacht, ebenso den erforderlichen Langstreckenlauf. Die Bedingungen und Anforderungen sind natürlich wesentlich einfacher. So gibt es für Kinder und Jugendliche, für die der „normale“ Weitwurf koordinativ zu schwer ist, auch einen Medizinball- oder Zielweitwurf.

Eine Medaille für jeden

An der Kante zum Rasenplatz steht ein Junge mit langer schwarzer Jogginghose und hellgrauem T-Shirt, die Füße weit auseinander, einen ein Kilogramm schweren Medizinball in beiden Händen. Er beugt sich nach vorne, holt mit den Armen Schwung und schleudert den Ball von unten durch die Luft. „Sieben Meter“, ruft der Helfer seiner Kollegin zu, die das Ergebnis notiert. „Du kannst mehr, du hast mehr Kraft, das schaffst du“, feuert Erzieherin Petra Missing von der Astrid-Lindgren-Schule Bohmte ihren Schützling an. Das zeigt Wirkung. Der nächste Versuch landet erst nach zehn Metern auf dem Boden.


Voll motiviert waren die Kinder und Jugendlichen beim Sportivationstag in Osnabrück. Foto: Michael Gründel


Für alle, die sich nicht messen wollen oder können haben die Schüler der Fachschule Heilerziehungspflege vom Berufsbildungswerk Osnabrück ein Spielfest unter dem Motto „Spurti und die Jahreszeiten“ organisiert. An vier kreativ geschmückten Stationen gibt es für Jeden kleine Aufgaben zu absolvieren – vom Ostereiersuchen über Kastanien ertasten bis hin zum Schneemannbauen.

Neue Erfahrungen sammelten die Kinder unter anderem beim Rasenski. Foto: Michael Gründel

Höhepunkt des Tages ist die abschließende Ehrung. Jeder einzelne Sportler darf auf die Bühne und verlässt sie stolz und lächelnd mit einer Medaille um den Hals.


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