Pilotprojekt in Region Osnabrück Sportvereine investieren in den Gesundheitssport

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Mit Spaß dabei: Beim RV Teutonia Aschendorf wird neuerdings auch ein Präventionskurs angeboten.Foto: Jörn MartensMit Spaß dabei: Beim RV Teutonia Aschendorf wird neuerdings auch ein Präventionskurs angeboten.Foto: Jörn Martens

Melle/Bad Rothenfelde. Seit Mai 2017 läuft das Pilotprojekt „Gesunder Turnverein Niedersachsen“, bei dem Sportvereine in den Kommunen zum Gesundheitspartner werden sollen. Mittlerweile sind die ersten neuen Kurse in den 13 beteiligten Vereine angelaufen. Projektleiterin Claudia Nolden ist mit dem Projektstart zufrieden: „Es hat sich schon viel bewegt.“

Durch die kleine Sporthalle in Aschendorf schallt stimmungsvolle lateinamerikanische Musik. Sieben Männer und Frauen wuseln umher und prellen Bälle auf den Boden. Der jüngste ist 30, die Älteste ist 66. Sie kommen zusammen, um gemeinsam Sport zu machen, um gesund zu bleiben. Dafür hat der RV Teutonia Aschendorf den neuen Präventionskurs „Bewegen statt schonen“ auf die Beine gestellt. „Wir sind nur ein kleiner Verein und wollten etwas neues machen und Schwung in den Verein bringen“, sagt Elke Meyer zu Theenhausen, zweite Vorsitzende des Radsportvereins. Bei der Suche nach Ideen seien sie auf das Pilotprojekt „Gesunder Turnverein Niedersachsen“, das vom Niedersächsischen Turner-Bund (NTB) in Kooperation mit der Krankenkasse AOK initiiert wurde, gestoßen.

Hilfe zur Selbsthilfe

Dabei sollen die Vereine bei der Weiterentwicklung und Etablierung von qualitativ hochwertigem Gesundheitssport sowie der Qualifizierung von Trainern unterstützt werden. „Wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe“, sagt Projektleiterin Nolden von der Landesturnschule Melle. Denn durch private Anbieter sei die Konkurrenz für Vereine groß. „Wir wollen die Vereine stärken.“

Mit Spaß dabei: Beim RV Teutonia Aschendorf wird neuerdings auch ein Präventionskurs angeboten.Foto: Jörn Martens

Auch Netzwerke für mögliche Kooperationen mit Kommunen, aber auch anderen Vereinen, sollen aufgebaut und gestärkt werden. „Die Vereine müssen sich zusammentun und dürfen sich nicht als Konkurrenten sehen“, sagt Nolden. Ein Erfahrungsaustausch sei wichtig, um beispielsweise bei neuen Projekten voneinander zu lernen oder bei fehlenden Hallenzeiten auszuhelfen.

Vereine nehmen Hilfe gut an

Die teilnehmenden Sport- und Turnvereine aus der Region Osnabrück, Braunschweig und Schaumburg werden bei dem Pilotprojekt in der Planung und Umsetzung ihrer Konzepte in Arbeitsgruppen unterstützt. Es geht nach Angaben von Nolden aber nicht nur um die konkrete Schaffung von Angeboten, sondern auch darum, gesunde Strukturen in den Vereinen zu schaffen und Hilfestellungen bei Problemen zu leisten.

Mit Spaß dabei: Beim RV Teutonia Aschendorf wird neuerdings auch ein Präventionskurs angeboten.Foto: Jörn Martens

„Die Vereine nehmen die Hilfe gut an“, sagt die Projektleiterin. Jeder Verein habe mindestens schon ein Angebot initiiert. In Aschendorf ist der neue Präventionskurs schon das zweite Angebot, das durch das Pilotprojekt entstanden ist. Vor den Sommerferien gab es bereits einen Kardio-aktiv-Kurs. „Die Resonanz von den Teilnehmern ist sehr positiv“, erklärt Meyer zu Theenhausen.

Fortsetzung des Projekts noch offen

Allerdings hatte sie sich die Umsetzung etwas leichter vorgestellt. Daher sei es „gut zu wissen, dass wir einen festen Ansprechpartner haben, der sich umgehend kümmert, wenn wir Hilfe brauchen.“ Jetzt müsse es sich nur noch rumsprechen, dass „unser kleiner Verein so etwas auch anbietet“, hofft die 59-Jährige auf weitere Interessierte. Denn fortsetzen will der RV die Präventionskurse auf jeden Fall. Ob das Pilotprojekt „Gesunder Turnverein“, das bis Ende April 2019 geplant ist, fortgesetzt wird, ist nach Angaben von Nolden noch offen.

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