Auch Aulenbrock bei DM im Beachvolleyball Poniewaz vor Timmendorf: „Je mehr Leute, desto geiler wird es“

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Volle Konzentration: David (l.) und Bennet Poniewaz wollen in Timmendorfer Strand mindestens Platz fünf. Foto: Hoch ZweiVolle Konzentration: David (l.) und Bennet Poniewaz wollen in Timmendorfer Strand mindestens Platz fünf. Foto: Hoch Zwei

Osnabrück. Mit der Meisterschaft in Timmendorfer Strand steht der Höhepunkt der deutschen Beachvolleyball-Saison an. Ab Freitag, 31. August, schlagen die besten Spieler an der Ostsee auf. Bereits zum sechsten Mal sind David und Bennet Poniewaz aus Osnabrück und Cristine Aulenbrock aus Bad Laer dabei.

Das erste Mal standen David und Bennet Poniewaz 2004 gemeinsam auf dem Feld. Wie es ist mit seinem Zwillingsbruder so lange zu spielen? „Mal hop, mal top. Manchmal kracht es und manchmal haben wir uns auch ganz doll lieb“, berichtet Bennet Poniewaz. Einmal versuchten sie es mit anderen Partner, kehrten aber schnell wieder in die gewohnte Konstellation zurück und mischen seitdem mit ihrer emotionalen und athletischen Spielweisel die Tour auf.

„Wir sind gut drauf“

Auch in Timmendorfer Strand wollen die von Hans Voigt und Klaus-Martin Stuhlmann trainierten Osnabrücker für Furore sorgen. „Wenn wir gut spielen und positiv sind, sind wir für jedes Team ziemlich unangenehm zu spielen“, erklärt Bennet Poniewaz, der ebenso wie sein Bruder für die DJK TuSA 06 Düsseldorf startet.


Athletisch und emotional: David (l.) und Bennet Poniewaz wollen in Timmendorfer Strand angreifen. Foto: Hoch Zwei


Bisher überzeugten die Zwillinge mit einer konstanten Saison: Bei vier Turnieren der Techniker Beach Tour, der ranghöchsten deutschen Beachvolleyballserie, stand am Ende Rang fünf zu Buche. In Leipzig Ende Juli verpassten sie nur knapp ihren zweiten Turniersieg. Beim letzten Tourstopp in Zinnowitz scheiterten die 25-Jährigen im Halbfinale und landeten auf Platz vier. „Wir sind gut drauf“, sagt Bennet Poniewaz.

Aulenbrock ist stolz

Ein Höhpunkt war der zweite Platz bei der Studentenweltmeisterschaft in München. „Am Ende der Saison ging es richtig nach oben“, berichtet David Poniewaz. In Timmendorfer Strand sind die Osnabrücker an Position fünf gesetzt. Das ist auch das erklärte Minimalziel. „Wir wollen die Setzung bestätigen“, gibt David Poniewaz vor. Im vergangenen Jahr reichte es nur zu Platz sieben, nachdem sie 2016 mit dem vierten Rang ihr bestes Timmendorf-Ergebnis feiern konnten.


Voller Einsatz: Christine Aulenbrück träumt bei der DM vom Viertelfinale. Foto: Hoch Zwei


Für Aulenbrock und ihre Partnerin Sandra Ferger aus Wuppertal ist es hingegen die erste gemeinsame Saison. Daher war es zunächst das Ziel, sich überhaupt für die DM zu qualifizieren. „Wir sind schon stolz, dass wir das geschafft haben“, sagt Aulenbrock. Vor allem, weil sie an Position elf gesetzt sind und damit das Ziel sogar übertroffen hätten. Die besten 16 Männer- und Frauen-Teams der Saison kämpfen von Freitag bis Sonntag um die Meistertitel.

Viertelfinale wäre ein Traum

„Es ist mega eng. In diesem Jahr ist alles drin, vom Ersten bis zum Letzten“, schätzt Bennet Poniewaz die Männerkonkurrenz offen ein. Viel hänge auch von der Tagesform ab. Außer dem zuletzt international stark aufspielendem Nationalduo Clemens Wickler und Julius Thole sieht der 25-Jährige keinen klaren Favoriten. „Wirklich jeder kann jeden schlagen“, ergänzt sein Zwillingsbruder.


Volle Konzentration: David (l.) und Bennet Poniewaz wollen in Timmendorfer Strand mindestens Platz fünf. Foto: Hoch Zwei


Bei den Frauen teilt sich das Feld in zwei Gruppen. „Die ersten fünf Teams der Setzliste kämpfen ums Halbfinale, dahinter ist alles ausgeglichen“, erklärt Aulenbrock. Für die 26-Jährige und ihre ein Jahr ältere Partnerin ist daher das erste Ziel, die Gruppenphase zu überstehen. „Es wäre ein Traum, das Viertelfinale zu erreichen“, so die Studentin.

„Je mehr Leute da sind, desto geiler wird es“

Damit es gut läuft, müssten sie im Spiel sowohl Entschlossenheit als auch Lockerheit an den Tag legen. Sie lobt die „sehr große Team-Harmonie“ mit Feger. Auch das Training laufe trotz der Entfernung gut. Die zwei Beachvolleyballerinnen, die für den VfL Oythe starten, trainieren zwei mal die Woche in Holzwickede. „Die Fahrten sind schon kräftezehrend“, gesteht Aulenbrock.


Volle Konzentration: Christine Aulenbrück (rechts) und Sandra Ferger träumen bei der DM vom Viertelfinale. Foto: imago/Weber


Hinzu kamen die vielen Turniere. Fast jedes Wochenende waren die Schützlinge von Christoph Bielecki und Bernhard Wagner in ganz Deutschland unterwegs. Am vergangenen Wochenende tankten sie mit dem Titelgewinn bei der Westdeutschen Meisterschaft noch einmal Selbstvertrauen für den Saisonhöhepunkt.

Die Vorfreude bei Aulenbrock und den Poniewaz-Zwillingen ist groß – vor allem auf die beeindruckende Kulisse. Bis zu 6000 Zuschauer feuern die Sportler in der Ahmann-Hager-Arena direkt an der Seebrücke drei Tage lang frenetisch an. „Wir sind so: Je mehr Leute da sind, desto geiler wird es“, freut sich Bennet Poniewaz auf das Saisonfinale. In den vergangenen Jahren sorgte auch immer eine große Fangruppe aus Lintorf für ausgelassene Stimmung am Spielfeldrand.


Die Stimmung bei den Turnieren der Techniker Beach Tour, hier in Kühlungsborn, ist ausgelassen. Bei der Deutschen Meisterschaft in Timmendorfer Strand wird ein noch größeres Stadion mit einer Kapazität für 6000 Fans aufgebaut. Foto: Hoch Zwei



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