Krummes Ding in der Kreisklasse Schiefe Seitenlinie von Meller Sportplatz wird zum Internethit

Von Yannick Richter

Beim Abkreiden des Fußballfeldes ist irgendwas schief gelaufen. Foto: Peter GürtlerBeim Abkreiden des Fußballfeldes ist irgendwas schief gelaufen. Foto: Peter Gürtler

Melle. Bilder von der Sportanlage der Sportvereinigung Oldendorf sind zum Internethit geworden. Sie zeigen den Fußballplatz des Meller Vereins – und eine Meisterleistung des Platzwarts.

Mal ist der Platz zu klein, mal ist er nicht abgekreidet, mal ist der Rasen zu lang, mal zu trocken, mal zu feucht und manchmal haben sich auch Steine oder Blumen auf dem Fußballfeld verirrt: Angesichts der Platzverhältnisse hat man es als Amateurfußballer wirklich nicht leicht, seine fußballerischen Qualitäten gänzlich zur Entfaltung zu bringen. Auch das Geläuf, auf dem die Kreisklassen-Fußballer von SV Melle Türkspor und SuS Vehrte am Sonntagnachmittag spielten, hat die Sportler vor eine besondere Herausforderung gestellt.

Schief gelaufen

"Das Spielfeld ist rechteckig und wird mit durchgezogenen Linien gekennzeichnet, von denen keinerlei Gefahr ausgehen darf" heißt es in den offiziellen Regeln des Deutschen Fußballbundes. Auf dem Sportplatz der Sportvereinigung Oldendorf wurde diese Leitlinie gekonnt umschifft. Es scheint so, als sei der zuständige Platzwart etwas aus dem Tritt gekommen, als er das Spielfeld abkreidete. Herausgekommen ist eine geschlängelte Außenlinie, die sich nur bedingt als Spielfeldmarkierung eignete.

Das Spielfeld in Oldendorf stellte die Fußballer vor besondere Herausforderungen. Foto: Peter Gürtler

Bilder gehen viral

Der Osnabrücker Hobbyfotograf Peter Gürtler war Zuschauer beim Spiel, machte Fotos vom Platz und veröffentlichte sie anschließend auf seiner Facebook-Seite. Der Beitrag wurde zum Internethit. Bis zum Dienstagmittag wurden die Bilder fast 1000 Mal geteilt und weit mehr als 100.000 Mal angeklickt. Auch auf der Facebook-Seite von Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs wurde es verbreitet.

Verursacher ist noch unbekannt

Der Platzwart konnte bislang noch nicht ausfindig gemacht werden. Recherchen unserer Redaktion haben ergeben, dass die Sportvereinigung Oldendorf lediglich die Sportstätte zur Verfügung stellte. Für das Abkreiden des Platzes war jedoch der SV Melle Türkspor zuständig. Der Verein wollte sich auf Nachfrage nicht weiter äußern. Thomas Chrzanowski, Pressewart der Sportvereinigung Oldendorf nahm es mit Humor: "Man sieht halt, dass Oldendorf keine Fußballhochburg ist."

Die Spieler ließen sich nicht beirren. Sie kickten trotzdem. Foto: Peter Gürtler

Schiedsrichter pfeift Partie an

Gespielt wurde im Übrigen trotzdem. Nach Rücksprache mit beiden Vereinen entschied sich Schiedsrichter Patrick Vosgröne dazu, die Partie trotz der widrigen Platzverhältnisse anzupfeifen. Das Spiel endete 11:0 für Vehrte. "Bei dem klaren Ergebnis dürfte das Spielfeld kein entscheidender Faktor gewesen sein", so der Unparteiische. 


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