Zu viele technische Fehler Ärgerliche Niederlage für HSG Osnabrück beim Zweiten

06.02.2017, 17:30 Uhr

25:28 beim Tabellenzweiten – was auf den ersten Blick ganz nach einem achtbaren Resultat für die als Außenseiter angetretene HSG Osnabrück aussieht, wird auf den zweiten zu einem ärgerlichen, denn für die Landesliga-Handballer von Trainer Timm Dietrich wäre bei der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg durchaus mehr drin gewesen.

Durch die Niederlage nach zuvor fünf Punkten aus drei Spielen fallen die Osnabrücker in der Tabelle auf Rang neun zurück. Gegen die favorisierten Hausherren, die sich durch elf Spiele ohne Niederlage in der Spitzengruppe der Liga festgebissen hatten, erwischte die Osnabrücker HSG den schlechteren Start und hatte sichtbar Schwierigkeiten in die Partie zu finden. Mit allein vier kapitalen technischen Fehler in der Anfangsphase spielten die Gäste der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg in die Karten.

Diese ging zwar zunächst mit 4:2 in Führung, schaffte es aber auch in der Folge nicht, sich weiter davonzustehlen. Während die Hausherren eine solide Vorstellung zeigten, war das Spiel der Osnabrücker im ersten Abschnitt stark von technischen Unzulänglichkeiten geprägt, die sich in steter Regelmäßigkeit mit guten Phasen abwechselten. Offensiv wusste dabei besonders Henry Geertsen zu überzeugen, der ebenso wie Robin Junghans fünf Treffer beisteuerte und damit erfolgreichster Werfer der Hasestädter war.

Auf der Gegenseite lenkte Routinier Werner Dörgeloh das Spiel der Hausherren und sorgte dafür, dass die knappe Führung bis zum 11:10 Bestand hatte. Erst zum Ende der ersten dreißig Minuten konnten die Gastgeber mehr Kapital aus den Fehlern der Osnabrücker schlagen und mit drei Treffern in Folge auf 14:10 stellen, ehe Elias Küpper mit einem wuchtigen Abschluss in der Schlusssekunde einen 14:11-Halbzeitstand herstellte. Somit waren die Osnabrücker trotz satter neun Ballverluste infolge technischer Fehler noch im Spiel. Der Auftakt in den zweiten Durchgang verlief hernach denkbar unglücklich. Zunächst vergab Béla Mokrys zwei Gegenstöße, dann scheiterte Robin Junghans vom Siebenmeterstrich.

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Die Gastgeber, bei denen der Ex-Osnabrücker Marcel Janorschke infolge einer Verletzung geschont wurde, spielten konstant, beinahe stoisch das eigene Spiel weiter und setzten sich bis zur 40. Minute auf 19:13 ab. Nun drohte drer HSG gar eine Klatsche, doch die Dietrich-Sieben fing sich nun und hielt, gestützt auf einen nun deutlich verbesserten Rückhalt Johannes Küpper, dagegen. Bis zum 22:16 durch den zehn Mal erfolgreichen Dörgeloh hielt der Sechs-Tore-Vorsprung, ehe sich die Osnabrücker anschickten, die Begegnung noch einmal spannend zu machen.

Vier Treffer in Serie später und nicht einmal durch eine Zeitstrafe zu bremsen war die Partie beim 22:20 plötzlich wieder offen. Dann aber nahmen die Hausherren das Heft wieder in die Hand, profitierten erneut von Ballverlusten des Gegners und zogen scheinbar endgültig vorentscheidend auf 26:21 davon.

Doch Gästecoach Dietrich ließ nichts unversucht und stellte seine Deckung noch einmal offensiver ein – mit Erfolg. So robbten sich die Osnabrücker in den letzten fünf Minuten nochmal Tor für Tor heran und kamen etwas mehr als eine Minute vor dem Ende tatsächlich noch einmal auf 27:25 heran. Die Hausherren jedoch nutzten ihre gesamte Routine und spielten ihren letzten Angriff lange aus, warteten auf die Chance und vollstreckten zum entscheidenden 28:25, auf das die Gäste nun keine Antwort mehr hatten.

Die HSG Osnabrück verliert nach drei Partien ohne Niederlage erstmals im noch jungen Kalenderjahr ein Spiel, in dem schlussendlich die Vielzahl technischer Fehler gepaart mit der abgeklärten Spielweise des Gegners die entscheidenden Faktoren waren. Zu schwankend war die Leistung der Osnabrücker, um beim Tabellenzweiten trotz allem noch etwas Zählbares auf der Habenseite zu verbuchen. Weiter geht es am kommenden Samstag, wenn mit der TSG Hatten-Sandkrug II das derzeitige Schlusslicht zu Gast in der OSC-Halle ist.

 HSG Osnabrück: Johannes Küpper (TW), Sebastian Siebert (TW) – Henry Geertsen (5 Tore), Robin Junghans (5/1 Siebenmeter), Julian Jenner (4), Elias Küpper (4/1), Mirco Wolter (3), Maximilian Große Wördemann (2), Fabio Dudenhausen (1), Jan Wendte 1(), Nils Holzgrefe, Béla Mokrys, Alexander Schilling, Thomas Stermann. Trainer: Timm Dietrich.