Vorläufiges Ende 2015 keine 25. Auflage des Ossen-Cross

Von Johannes Kapitza | 21.09.2015, 17:26 Uhr

Ein Umbruch im Jubiläumsjahr war absehbar, nun folgt das vorläufige Aus: Die Ossen-Cross-Laufserie erlebt ihre 25. Auflage vorerst nicht, wie Koordinator Sebastian Scheiter mitteilte.

Bei der Gesamt-Siegerehrung nach dem 24. Ossen-Cross hatte er angekündigt, sich aus beruflichen und familiären Gründen aus vorderster Linie zurückzuziehen. Scheiter, der seit 2011 die Fäden in der Hand hielt, wollte weiter in der zeitaufwendigen Auswertung helfen, aber für die weiteren Aufgaben hatte er um Hilfe geworben. Knapp drei Monate später verkündete der Hauptsponsor seinen Rückzug. Scheiter gab sich kämpferisch: Den 25. Geburtstag sollte die Serie zur Not auch ohne großen Geldgeber erleben. Ein neuer Koordinator war da noch nicht in Sicht.

„Unzählige Gespräche und viele Abwägungen“ mit den Veranstaltern der Läufe seien danach erfolgt, mit dem Ergebnis, der Cross-Serie in diesem Jahr eine Pause zu verordnen. Eine Entscheidung, die „nicht leichtgefallen“ sei, wie Scheiter zugibt. Es soll – so die Hoffnung der Organisatoren – nur ein vorläufiges und kein endgültiges Ende sein. Der Cross des Osnabrücker TB soll nur ein Jahr pausieren und im kommenden Jahr unter neuer Leitung fortgesetzt werden. In Ostercappeln ruht der Crosslauf auf unbestimmte Zeit. In beiden Vereinen war der im Sommer verstorbene André Wollherr eine feste Größe und Triebfeder der Leichtathleten. Er habe „eine große Lücke hinterlassen“, sagt Melles Leichtathletik-Abteilungsleiter Werner Gelhot. Sein SC Melle (8. November/39. Auflage) und der TV Bissendorf-Holte (6. Dezember/20. Auflage) wollen ihre Läufe auch ohne Serienwertung durchziehen.

Für die regionale Laufszene sei die Pause des Ossen-Cross ein Verlust, findet Gelhot. „Wir müssen jetzt mit den Bissendorfern sehen, dass wir unsere Läufe über die Bühne bekommen. Und vielleicht senden die Sportler in Form der Anmeldezahlen ein Signal, dass die Serie fortbestehen soll“, hofft er. Für den ältesten Crosslauf der Region gibt es „keine Überlegungen, die Veranstaltung infrage zu stellen – egal, was aus der Serie wird“.