1:3 im Test gegen Espelkamp Die Abwehr bleibt größte Baustelle bei Oberligist TuS Bersenbrück

Von Matthias Benz | 26.07.2021, 16:48 Uhr

Der TuS Bersenbrück befindet sich im Endspurt der Saisonvorbereitung. Im Testspiel gegen Preußen Espelkamp wurde aber deutlich, dass die Oberliga-Fußballer noch einige Arbeit vor sich haben. Vor allem die Abstimmung in der Verteidigung ließ in der ersten Halbzeit zu wünschen übrig.

Mit dem FC Preußen Espelkamp hatten sich die Bersenbrücker noch einmal einen richtig starken Testgegner ins Hasestadion eingeladen. In der Westfalenliga hatten die Gäste im letzten Jahr die Tabellenführung inne, ehe der Spielbetrieb abgebrochen werden musste. Vor allem in den ersten 45 Minuten behielt Preußen dann auch ganz klar die Oberhand.

Bereits 0:3 zur Halbzeit

Mit mehr Energie und klareren Aktionen spielten sich die Espelkamper vors Tor von TuS-Keeper Emilio Krause-Heiber. Auffallend waren dabei die Lücken, die die Gastgeber immer wieder offenbarten. Tore in der 12., 30. und 40. Spielminute ergaben so einen herben 0:3-Rückstand zur Pause.

Bei schwülem Wetter wurde die Partie zur Mitte beider Halbzeiten zusätzlich für Trinkpausen unterbrochen. Dennoch: Das Fitnesslevel der Rot-Weißen ist nach schweißtreibender Arbeit in der sommerlichen Saisonvorbereitung schon ordentlich. So war es dem Team von Trainer Farhat Dahech auch möglich, sich nach dem Seitenwechsel noch einmal deutlich zu steigern.

Kein Gegentor mehr

In den zweiten Durchgang startete Bersenbrück nur mit einem Wechsel: Edgar David Cabrera Martinez übernahm im Tor für Krause-Heiber. Dass Ersterer keinen Ball mehr aus dem eigenen Netz fischen musste, war vor allem der Verdienst seiner Vorderleute. Das defensive Mittelfeld unterband schon früh die Ansätze des Espelkamper Angriffsspiels und die Viererkette dahinter agierte ebenfalls sicherer.

Im Angriff sahen die TuS-Aktionen nun viel zielstrebiger aus, mit dem erfrischenden Schwung kam auch bereits in der 50. Minute das Tor zum 1:3 vom starken Lars Spit zustande. Bis zum Schluss blieb Bersenbrück die gefährlichere Mannschaft, weitere Tore konnten aber nicht gefeiert werden.

Rot für Cabrera Martinez

Einen unnötigen Platzverweis kassierte allerdings Schlussmann Cabrera Martinez: Nach einem Foul eines Espelkampers an TuS-Verteidiger Maximilian Urban ging der aufgebrachte Torhüter den Gäste-Spieler ein wenig an. Als dieser mit einer ordentlichen Portion Theatralik zu Boden fiel, zückte der Schiedsrichter die rote Karte, sodass Emilio Krause-Heiber kurz vor Schluss noch einmal zwischen die Pfosten zurückkehren musste.

Die 1:3-Niederlage sah Bersenbrücks Trainer Farhat Dahech zwiespältig: „Die erste Halbzeit haben wir verloren, die zweite haben wir gewonnen.“ Die Abwehr habe „ein bisschen Naivität“ gezeigt, vor allem aber habe ihn die fehlende Konzentration in der ersten Hälfte geärgert.

Dahech wies auch auf die zahlreichen Verletzten hin, wodurch die Integration der Neuzugänge schwieriger werde. „Es ist nicht so einfach, eine Mannschaft zu bilden. Wir haben zu 60 Prozent neue Spieler in diesem Kader.“ Trotzdem ist sich Dahech in einer Sache sicher: „Beim Pokalspiel in zwei Wochen werden wir bereit sein.“

Letzter Test in Rulle

Vor dem Landespokalspiel (8. August gegen MTV Eintracht Celle) steht am Donnerstagabend um 19.30 Uhr zunächst ein weiterer Test gegen den TuS Tengern im Hasestadion an. Am Dienstag, 3. August, findet dann die Generalprobe bei Eintracht Rulle statt. Spätestens dann sollten auch die Verletzten wieder einsatzfähig sein, so Dahech.