Serie, Teil 1: Golfen rund um die Kirche Idylle Arenshorst mit Gutshof, Jagdschule und Forsthaus

Von Winfried Beckmann, Winfried Beckmann | 29.06.2016, 18:54 Uhr

Der Golfsport hat das elitäre Image längst abgelegt. Die Vereine öffnen sich, immer mehr Menschen schwärmen von diesem Sport. In loser Folge stellen wir die Golfclubs der Region vor. Heute: Gut Arenshorst in Bohmte.

In eine idyllische Natur abtauchen

Wie gut, dass es Tempo-70-Schilder und Vorwegweiser gibt, auf denen ein dunkelbrauner Aufdruck sich vom satten Gelb gut abhebt. Denn so ist der Golfplatz im urigen Arenshorst in der Gemeinde Bohmte an der B51 schnell auszumachen für den, der in eine idyllische Natur abtauchen und sich in der himmlisch anmutenden Stille einfach nur wohlfühlen will. Genau das verkörpern Arenshorst und Golf, weshalb „Freude, Ruhe, Natur“ als Kriterien für dieses Eldorado mit Jagdschule und Forsthaus auf Homepage und Prospekt nicht übertrieben sind als Markenzeichen.

Alles natürlich – nichts künstlich

„Es ist alles natürlich geblieben, nichts Künstliches“, sagt Holger Tönjes, als früherer Handballer seit rund 20 Jahren im Golf und seit 2009 in Arenshorst engagiert, erst als Head-Greenkeeper, dann als Klubmanager und nach seiner Ausbildung zum Golf-Betriebs-Manager seit 2014 als einer von zwei Geschäftsführern der Golfclub Gut Arenshorst GmbH neben Fritz Gawenus. Und als Ex-Greenkeeper sitzt er gerne morgens auf dem Mäher, denn er will, dass alle Gräser auf dem Platz vital bleiben, dass möglichst wenig gespritzt wird und die Grüns lieber auf 4 als auf 3,6 Millimeter Höhe gemäht werden. Dann sind sie zwar ein wenig langsamer, aber gleichmäßig, weil die Natur möglichst gar nicht angegriffen wird. Gepflegt wird die Anlage von fünf Greenkeepern, die kontinuierlich durch Weiterbildungen auf dem Laufenden gehalten werden.

Viel Wert auf Lockerheit bei Wert auf „Golf für alle“

Dabei geht es in Arenshorst ziemlich eben zu über 18 Loch bei der saloppen klingenden Erkenntnis: „Ein 18-Loch-Spiel, ohne hinterher kaputt zu sein“. Und das alles in Lockerheit, auf die Tönjes viel Wert legt, der von Dünkel des Golfs vergangener Jahrzehnte nichts wissen will, bei „Golf für alle“ alles ungezwungener haben möchte trotz fester Formen mit dem Ziel, mit den Mitgliedern, Gästen und Besuchern „in der Mitte der Gesellschaft zu sein“, indem er auf Menschen zugeht. In nächster Zukunft zum Beispiel auch mit gezielten Aktionen nebenan in Bad Essen, Bohmte und Ostercappeln als vorwiegendem Einzugsgebiet der Mitglieder und Gäste.

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Dabei weiß Tönjes das zu „verkaufen“, was Arenshorst besonders, zumindest anders macht neben dem Blick auf die vor der B51 versteckte Natürlichkeit: das einladende Restaurant „Forsthaus“, das Herrenhaus Gut Arenshorst mit der Jagdschule sowie die Fachwerkkirche aus dem 14. Jahrhundert, die diese Golfanlage einmalig in Deutschland macht. Denn nirgends sonst wird auf 18 Bahnen rund um die Kirche gespielt auf einer mit insgesamt 110 Hektar großzügig bemessenen Anlage, die 1999 als Teil eins und ein Jahr später bereits Teil zwei in Betrieb kam. Damals begleitet von Tennis-As Michael Stich beziehungsweise Sport-Reporter Rolf Töpperwien in einer im Vergleich zu heute stürmischen Zeit, als die Unternehmer-Familie Claas mit Patron Günther und Sohn Oliver direkt durchstartete.

Motto: Individualität als Stärke

Seit der ersten Stunde dabei ist Monika Gardemann in der Verwaltung. Inge Uhlmann, die gute Seele des Sekretariats, wird von Bärbel Häuser unterstützt. Seit Anfang 2016 hat Christoph Seffrin die Leitung der Golfschule übernommen und sein Konzept unter das Motto „Individualität als Stärke“ gestellt. Anfänger und „alte Hasen“ im Golfsport sind in seinem Unterricht gleichermaßen gut aufgehoben. Im Rahmen der Golfakademie kümmert er sich um die Schulung der Neugolfer.