Serie „Die EM und ich“ (2) Thomas Reichenberger: „Ein Franzose als Torkönig“

Von Lennart Albers | 10.06.2016, 18:16 Uhr

Zur Fußball-EM präsentieren wir Personen der Region, die von ihren Eindrücken, Erwartungen und Erlebnissen berichten. Heute: Thomas Reichenberger, ehemaliger Torjäger des VfL Der 41-Jährige lebt in Hasbergen und betreibt die Sportagentur „Profits“.

Wie verfolgen Sie als ehemaliger Profi die die EM in Frankreich?

Die im Dressurreiten? Nein, Spaß – zumeist liegend vor dem Fernseher. Wenn ich dafür Zeit habe. Die Nationalmannschaft gucke ich seit einigen Jahren mit der ehemaligen Nachbarschaft. Selbst hinzufahren, schaffe ich aufgrund beruflicher und familiärer Verpflichtungen leider nicht.

Wie groß ist die Vorfreude auf das erste Spiel gegen die Ukraine am Sonntag?

Ich bin wirklich gespannt, ob sie sich als amtierender Weltmeister wieder so stark präsentieren. Deutschland ist eine Turniermannschaft, von daher kann man sich immer besonders auf diese Spiele freuen.

Was trauen Sie Jogis Jungs in Frankreich zu ?

Ich habe wie immer ein positives Gefühl. Als Weltmeister muss man sich nicht verstecken. Die Gruppe sollten sie auf jeden Fall schaffen – und dann ist alles drin.

Klassischer Mittelstürmer oder „falsche Neun“ – wie sollte gespielt werden?

Das kann man ganz gut von Mario Gomez abhängig machen. Wenn er spielt, muss das Spiel auf ihn zugeschnitten sein. Er muss die Bälle im Strafraum serviert bekommen. Wenn er mitspielen muss, ist er nicht mehr so wertvoll. Ich war früher auch ein klassischer Stürmer , aber mit der Zeit hat sich gezeigt, dass auch das System mit der „falschen Neun“ erfolgreich sein kann.

Wer hat das Zeug zum Torschützenkönig?

Die üblichen Kandidaten wie Ronaldo oder Müller gehören dazu. Ich habe allerdings im Tippspiel einen aus Frankreich angegeben. Oliver Giroud oder Antoine Griezmann haben das Zeug dazu.