Beachvolleyballer zufrieden mit Leistung Osnabrücker Poniewaz-Duo erlebt besonderes Turnier in Doha

Von Lea Becker | 09.01.2022, 17:43 Uhr

Für die Osnabrücker Beachvolleyballer Bennet und David Poniewaz war das erste Turnier des Jahres eine besondere Erfahrung. Nach dem Halbfinal-Aus beim King of the Court Finale in Katar freuen sich die Zwillinge schon jetzt auf die neue Saison.

Sonne, Temperaturen um die 20 Grad Celsius und ein Beachvolleyball-Turnier – so sah der Start ins neue Jahr für die Poniewaz-Brüder aus. Gerade mal zwei Wochen hatten sie zuvor im Sand gestanden, um sich mitten im Winter auf das erste Highlight des Jahres vorzubereiten. Dafür lief es dann erstaunlich gut: Nach starken Leistungen in der Vorrunde und Gruppenphase schieden sie erst im Halbfinale aus. Die erste Enttäuschung war schnell verflogen. "Wir sind sehr zufrieden mit unserer Leistung", sagt Bennet Poniewaz. Sie hätten nicht erwartet, so schnell wieder in ihr Spiel zu finden.

Die Zwillinge waren ohne große Erwartungen nach Doha geflogen und hatten sich "auf ein geiles Turnier" gefreut, das sie genießen wollten. Und so war es auch. "Es hat ultraviel Spaß gemacht, hier zu spielen", sagt Bennet Poniewaz. Es sei ein „ziemlich geiles Erlebnis gewesen“. So erwarteten sie bei ihrer Ankunft am Flughafen Doha bereits zwei riesengroße Bildschirme mit Werbung für das King of the Court Finale. „Da war man direkt stolz, dass man an dem Turnier teilnehmen durfte“, sagt der Abwehrspieler.

Die typische Beachvolleyball-Atmosphäre fehlte

Für ihn und seinen Bruder sei ein internationales Turnier "immer etwas Besonderes". Es sei schön, auf alte Bekannte zu treffen, es mache "Bock, sich mit den Besten zu messen" und das "internationale Feeling zu spüren". Auch wenn ein Turnier in Doha natürlich nicht mit einem in Europa zu vergleichen sei. Im Sportkomplex Aspire Zone war eigens für das Event ein Stadion errichtet worden. "Drumherum passierte allerdings nicht viel", berichtet Bennet Poniewaz. Bratwurststand oder Bierwagen? Fehlanzeige. Auch die Zuschauerzahlen waren überschaubar. "Es gab nicht diese Partyatmosphäre und Stimmung, wie man sie eigentlich von Beachvolleyballturnieren kennt."

Dafür erhielten die Brüder "unglaublich viel Unterstützung von zuhause". Es sei "ein geiles Gefühl und motiviert uns, wenn das alle im Livestream verfolgen und mit uns mit fiebern". Bevor es für die Beachvolleyballer zurück ins kalte Osnabrück ging, stand natürlich auch noch ein bisschen Sightseeing auf dem Programm. "Das war allerdings ziemlich ernüchternd, weil es super viele Baustellen gab. Das hatte nicht so viel Charme", sagte Bennet Poniewaz. Und über allem schwebt die Fußball-WM. „Die fahren groß auf, wir haben zum Beispiel ein Gebäude gesehen, das eine 2022 ist, das war schon verrückt.“

"Wir sind super motiviert für den Sommer"

Nun geht es für die Osnabrücker erstmal wieder in die Halle: mit dem FC Schüttorf steht die Rückrunde in der 2. Bundesliga an. Ganz ohne Sand geht es aber jetzt schon nicht mehr. "Wir wollen weiterhin einmal die Woche trainieren, um unseren Rhythmus zu behalten", sagt Bennet Poniewaz. Auch wenn noch nicht ganz klar ist, wie die Beach-Saison mit der deutschen Tour aussieht, sind die Zwillinge schon heiß auf die nächsten Turniere: "Das Turnier hat mega Bock gemacht. Wir sind jetzt super motiviert für den Sommer."