„Kultlauf“ Gute Stimmung beim OTB-Silvesterlauf 2015

Von Johanna Dust | 31.12.2015, 17:55 Uhr

Volleyball-, Fußball- oder Tischtennismannschaften sind beim Silvesterlauf häufig zu sehen. Aber es starten auch Familien, gemeinnützige Gruppen oder Männergesangvereine. Beim Silvesterlauf des OTB kommen alle zusammen.

Von dem leichten Regen am Morgen haben sich die Läufer kaum irritieren lassen. Die ersten kamen noch in Regenjacken. Aber schon bald zeigte sich sogar die Sonne. Die ehrenamtlichen Helfer, von denen während der Vorbereitung und der Veranstaltung etwa 80 im Einsatz sind, haben nun alle Hände voll zu tun. Es werde von den Sportlern schnell vergessen, dass der Silvesterlauf von Ehrenamtlichen getragen wird, sagt OTB-Geschäftsführerin Kristin Gnoth. Organisatoren und Helfer haben dafür gesorgt, dass der Silvesterlauf für fast 3000 Läufer zu einem schönen Jahresabschluss wurde.

Das Gefühl, wenn die zehn Kilometer geschafft sind, ist ganz besonders, sagen die drei Osnabrückerinnen Lea, Maike und Leonie. Die drei spielen in einer Fußballmannschaft. „Wir haben uns gegenseitig für die Zehn-Kilometer-Strecke motiviert“, sagt Maike, die vorher noch nicht beim Silvesterlauf dabei war. Am Ende ist sie begeistert. Zwischendurch war es etwas matschig, aber das gemeinsame Laufen habe Spaß gemacht. „Es ist eine tolle Strecke und eine schöne Atmosphäre“, sagt Franzi Bossow, die als erste Frau über die Ziellinie der Zehn-Kilometer-Strecke lief. Sie freute sich über die vielen Zuschauer: „Es ist anders, als bei anderen Silvesterläufen, die manchmal eher wie Trainingsläufe sind.“

Wenn Läufer über den Silvesterlauf sprechen, fallen immer wieder die Worte „Kultlauf“ und „familiär“. Auch in diesem Jahr sind viele Bekannte und Urgesteine gestartet. Urgestein Andreas Ungemach (82) war bisher in jedem Jahr dabei. Lange dabei ist auch die Laufgruppe „Jede Oma zählt“, die in diesem Jahr erstmals mit eine Gruppe Flüchtlinge startete. „Jede Oma zählt“ hat sich bisher auf die Unterstützung von Großmüttern und Enkeln in Afrika konzentriert. Durch die steigende Zahl von Flüchtlingen, hat sich ein neuer Schwerpunkt gebildet. Mit einem wöchentlichen Lauftreff möchte die Gruppe den Flüchtlingen Kontakte ermöglichen. „Je öfter man sich begegnet, desto mehr wird auf beiden Seiten Angst abgebaut“, sagt Andreas Landwehr, der den Lauftreff gründete. So waren mit den 65 Läufern von „Jede Oma zählt“ auch 20 Flüchtlinge aus Syrien, dem Sudan und Äthiopien dabei. Der Lauftreff soll auch 2016 weiter bestehen und beschränkt sich nicht auf eine sportliche Gemeinschaft, sagt Lutz Hethey von Help-Age: „Wir helfen auch sonst, wenn zum Beispiel jemand eine Wohnung sucht, oder Übersetzer.“