Interview mit Bernd Stegmann Bergrennen: „Ein bisschen genießen geht“

Von Christian Lang | 31.07.2014, 19:04 Uhr

Der Berg ruft: Am Wochenende findet das 47. Osnabrücker ADAC Bergrennen statt. Im Gespräch mit unserer Zeitung spricht Organisator Bernd Stegmann über das Knacken des Streckenrekordes und den Erfolg des E-Mobil-Cups.

Herr Stegmann, kaum jemand hätte es noch für möglich gehalten, aber im vergangenen Jahr wurde der Streckenrekord gebrochen. Wie hoch sehen Sie die Chancen für eine neue Bestmarke?

Das ist eine Frage, die selbst Experten noch nicht richtig beantworten können. Wir haben auch in diesem Jahr wieder sehr schnelle Fahrer dabei. Einen Tipp mag ich nicht abgeben, das wird das Wochenende zeigen. Eine wichtige Bedingung für einen neuen Rekord ist, dass es trocken bleibt.

An den beiden Tagen werden Sie ständig im Einsatz sein. Inwiefern können Sie das Bergrennen überhaupt genießen?

Ein bisschen kann ich es genießen, wenn ich am Vorstart stehe und die schnellen Autos an den Start gehen. Das ist die halbe Stunde, die ich mir gönne. Und es ist der Lohn für die ganze Vorbereitung. Auch das Telefon kommt dann an die Seite. Ein bisschen genießen geht, aber nicht wirklich viel.

In diesem Jahr findet zum zweiten Mal der E-Mobil-Berg-Cup statt. Was hat Sie dazu bewogen, ihn wieder zu veranstalten?

Ich finde, dass er letztes Jahr mit großem Erfolg durchgeführt wurde. Im Winter haben wir mit diesem Wettbewerb den Umweltpreis des Deutschen Motorsport-Bundes gewonnen. Darauf sind wir sehr stolz. Zudem kommen immer mehr Leute aus der Elektro-Szene, die sich dafür interessieren und das Bergrennen wahrnehmen. Im vergangenen Jahr haben die Leute an der Strecke nicht gepfiffen, und das, obwohl es ein Thema ist, das sehr zwiespältig unter den Fans gesehen werden kann.

Sind E-Mobil-Autos das Konzept für die Zukunft?

Dass wir an dem Thema E-Mobilität langfristig nicht vorbeikommen, das ist politisch unumstritten. Nur der Weg dahin ist länger, als sich die Befürworter manchmal wünschen.