Im Doppel unter besten 16 Tischtennis-WM: Schlie im Einzel weit unter Bestform

06.12.2015, 14:55 Uhr

Nach seiner ersten Teilnahme an den Jugend-Weltmeisterschaften im französischen Vendée nahm Jonah Schlie kein Blatt vor den Mund.

Das Tischtennis-Nachwuchstalent aus Voxtrup war mit seinen Vorstellungen in der Einzel-Konkurrenz überhaupt nicht zufrieden. „Ich habe sehr schlecht gespielt und konnte leider nicht an meine guten Leistungen aus dem Team-Wettbewerb anknüpfen“, bekannte der 16-Jährige.

Als Gruppensieger wollte sich Schlie eine gute Ausgangsposition für die Auslosung der Hauptrunde verschaffen. Doch aus diesem Vorhaben wurde nichts. Nach der 1:4-Niederlage in der Vorrunde gegen Romain Ruiz (Frankreich) stand bereits fest, dass der Abwehrspieler bestenfalls noch als Gruppenzweiter weiterkommen kann.

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Doch dazu war ein Sieg gegen Ivan Sulfaro (Australien) notwendig. In einem Sieben-Satz-Krimi behielt der Regionalliga-Spieler des TSV Lunestedt zwar am Ende die Oberhand, doch Zufriedenheit war aus seinem Gesicht nicht abzulesen. Sein zweites Einzel verlor Jonah Schlie erneut gegen einen Franzosen. In der ersten Hauptrunde erwies sich Irvin Bertrand bei der 5:11, 4:11, 3:11 sowie 9:11-Niederlage als eine Nummer zu stark. „Jonah baute sowohl kräftemäßig als auch mental deutlich ab“, sagte Jungen-Bundestrainer Klaus Schmittinger.

 So war es bei Schlie im WM-Doppelwettbewerb gelaufen 

Im Doppel an der Seite von Tobias Hippler (TuS Celle) reichte es zwar nach einem Freilos und einem überraschend deutlichen Vier-Satz-Sieg gegen die starken Tschechen Stanislav Kucera/Tomas Polansky zum Erreichen des Achtelfinals, doch die Südkoreaner Hwang Minha/Park Jeongwoo stellten sich bei der 0:3-Packung (3:11, 7:11, 4:11) als übermächtig heraus. „Unsere Gegner waren einfach besser“, musste Schlie neidlos anerkennen.

In der Mixed-Konkurrenz reichte es für den Voxtruper und „Zufallspartnerin“ Martina Kohatsu aus Brasilien zu keinem Sieg. Im Anschluss an ein Freilos unterlag das Duo Tamara Pavcnik/Darko Jorgic aus Slowenien nach vier Durchgängen. „Martina und ich hatten zuvor noch kein einziges Mal zusammen gespielt. Deshalb war es sehr schwer. Insgesamt waren unsere Leistungen aber in Ordnung.“

Mit vielen gesammelten Erfahrungen im Gepäck begab sich Jonah Schlie am Sonntag auf die Heimreise. „Ich weiß, woran ich noch zu arbeiten habe und nehme meine Hausaufgaben mit in das Training nach Hannover.“