„Gold war drin“ Schwimmer Bergmann hadert mit seinem Anschlag

Von Winfried Beckmann | 11.07.2013, 22:36 Uhr

Am Tag danach war alles andere als Abhängen angesagt. Training wie täglich, wenn auch dosiert, und Anfeuern am Beckenrand für die Teamkollegen/-innen standen auf dem Plan für Jonas Bergmann, der dennoch den Tag nach seinem Coup bei den Jugend-Europameisterschaften im Schwimmen im polnischen Poznan genießen konnte.

Und zwar mit dem wertvollsten Lohn seiner Karriere als Topathlet der SG Osnabrück wohlbehütet im Hotelzimmer als Vizemeister über 50 Meter Schmetterling in 24,06 Sekunden. Total zufrieden? Nicht ganz, denn sogar Gold und damit der Triumph vor dem russischen Favoriten Evgeny Sedov war drin im packenden Finale, wenn nur der Anschlag richtig, sprich besser gewesen wäre. Der Anschlag, der sich ideal aus dem letzten großen Armzug ergibt, der jedoch bei dem 18-Jährigen nicht ganz passte, was die zwei Hundertstelsekunden hinter seiner Bestzeit allemal ausmachte sowie 21 Hundertstelsekunden hinter seinem Widersacher.

Das hatte Jonas selbst gespürt und seine aus der Distanz mitfiebernde Trainerin Janina Braun sofort festgestellt im Wissen darum, dass eine Bestzeit und damit sogar Gold drin war.

Doch letztlich überwog die Zufriedenheit, auch wenn der Osnabrücker stets bescheiden ist und kein großes Aufsehen will, zumindest froh war, den Dänen Danielsteen Andersen hinter sich gelassen zu haben als weiteren starken Widersacher.

Den „Beweis“ seines Erfolges schickte er in die Heimat – ein Foto von der Silbermedaille, die seinen Traum erfüllt von der WM-Teilnahme Ende August in Dubai. Doch erst stehen Samstag und Sonntag noch drei Einsätze bei der EM an – ohne Druck.