Fusion der Regionen Osnabrücker und Oldenburger Münsterland Gerhard Ditz führt neue Handballregion West-Niedersachsen an

Von Lennart Albers | 23.06.2019, 19:08 Uhr

Seit Samstag ist die Fusion der Handballregionen Osnabrück und Oldenburger Münsterland nun auch formal abgeschlossen – unter einem neuen Namen. Auf dem Regionstag wurden von den Delegierten der Vereine ein neuer Vorstand gewählt sowie Bonussysteme für Schiedsrichter und Jugendarbeit eingeführt.

„Wir haben einen Tag vor uns, der sichtbare Veränderungen bringen wird“, eröffnete Gerhard Ditz, zu Beginn der Sitzung als Vorsitzender der Handballregion Osnabrück, den ordentlichen Regionstag im Saal Rothert in Engter, an dem erstmals 65 Vertreter von 44 Vereinen teilnahmen.

Die Versammlung stand ganz im Zeichen der Fusion zwischen den Osnabrückern und der Handballregion Oldenburger Münsterland. Mit insgesamt 313 Mannschaften ist die neue Region nun die drittgrößte im Niedersächsischen Handballverband. Wichtigster Tagespunkt, um die Fusion auch nach außen zu tragen: Die Namensänderung. Damit sich beide Regionen gleichermaßen mit dem Regionsnamen identifizieren können, beschloss die Versammlung einstimmig den neuen Namen „Handballregion West-Niedersachsen“.

Am Ende der dreieinhalbstündigen Sitzung wurde Gerhard Ditz mit einer Gegenstimme zum Vorsitzenden gewählt. „Natürlich kommt jetzt mehr Arbeit auf mich zu, aber ich bin sehr glücklich jetzt eine solche Region lenken zu dürfen. Die eine Gegenstimme ist für mich Motivation“, meinte der wiedergewählte Ditz. Als örtlicher Vertreter für die Stadt Osnabrück wurde Wolfgang Münnich (HSG Osnabrück) gewählt, Hartmut Hempen (SG Teuto) vertritt den Landkreis Osnabrück.

Um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein, führte die Region zudem zwei Bonussysteme ein. Zum einen eins für die Jugendförderung, durch welches die Vereine pro Jahr bis zu 1000 Euro bekommen können, wenn sie Jugendmannschaften haben, dort Trainer mit ausgebildeten Lizenzen beschäftigen, Auswahlspieler stellen und Schulprojekte durchführen. Das zweite Bonussystem soll für eine gerechtere Finanzierung der Schiedsrichtereinsätze sorgen: Die klassischen Strafen wurden abgeschafft, dafür setzt die neue Region auf ein Belohnungssystem. Wer am Ende der Saison mehr Spiele gepfiffen, als Heimspiele ausgetragen hat, bekommt eine Prämie in Höhe von 20 Euro pro mehr gepfiffenem Spiel.

Eine große Ehre kam zudem Hans-Joachim „Aki“ Götsch vom TuS Bramsche zu, der vom HVN-Präsidenten Stefan Hüdepohl die bronzene Ehrennadel des Deutschen Handball-Bundes bekam. Götsch arbeitete seit 1994 im Vorstand der Handballregion Osnabrück mit und räumte am Samstag seinen Posten. „Aki ist ein engagierter und herzensguter Mensch, wie man es sich nur für jede Region und jeden Verein wünschen kann“, lobte Hüdepohl den 67-Jährigen. Den Regionsehrenbrief bekam Markus Richter (TSG Burg Gretesch) für sein Engagement als Staffelleiter, neben ihm erhielt diesen auch Olaf Ammerich (SV Cappeln) für seine Tätigkeit als Schiedsrichterwart, Martin Gieske (SV Holdorf, Staffelleiter) und Daniel Muth (Frisia Goldenstedt) für seinen Einsatz als Schiedsrichter.

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