Ex-Osnabrückerin Grudzien fällt aus Panthers wollen mit Sieg gegen Wolfenbüttel ins Finale

Von Susanne Fetter | 31.03.2017, 21:28 Uhr

Das Wolfpack kann kommen: Gut gerüstet gehen die Girolive-Panthers in das zweite Playoff-Halbfinale mit Wolfenbüttel. Mit einem Sieg am Sonntag (17.30 Uhr) stünden die Osnabrücker Zweitliga-Basketballerinnen im Finale des Nordens. Der Wiederaufstieg in die Bundesliga wäre dann nah.

Es gibt Dinge, die müssen Trainer einfach machen – sie stehen in ihrem Jobprofil. Vor dem nächsten Gegner warnen gehört da ebenso dazu, wie Fehler zu benennen und gute Eigenschaften zu verstärken. Mario Zurkowski hat all diese Dinge fleißig abgearbeitet in der Woche vor dem zweiten Duell gegen Wolfenbüttel. Bereits am Montag lud er seine Mannschaft zum Videostudium, wo noch einmal der 78:61-Auftritt seiner Panthers im ersten Halbfinale in Wolfenbüttel genauestens analysiert wurde.

Zurkowski lobt Körpersprache seines Teams

„Wir haben noch einmal auf einige Dinge geschaut“, sagte Zurkowski. Individuelle Fehler in der Halbfeldverteidigung etwa – es waren vor allem die Kleinigkeiten, die dem Panthers-Coach nicht gefallen haben. Dass der Auftritt überwiegend aber stark war, war natürlich ebenfalls ein Thema. „Unsere Körpersprache hat mir besonders gefallen, dass wir als Team, als Einheit präzise waren und den Ball gut laufen lassen haben.“ Zurkowski kam beinahe ins Schwärmen, als er beschrieb, was ihm beim Hinspiel besonders gefiel.

Nicht an Erwartungshaltung scheitern

An diesem Sonntag soll seine Mannschaft möglichst eine Wiederholung schaffen – auch um ein ansonsten drittes Duell am Samstag darauf in Wolfenbüttel zu vermeiden. Dass das nicht einfach wird, weiß er. „Wolfenbüttel wird alles versuchen, die Serie auszugleichen.“ Was dagegen hilft? „Wir dürfen sie nicht erst ins Spiel kommen lassen und müssen konzentriert spielen. Wir dürfen nicht an unserer eigenen Erwartungshaltung scheitern“, sagt Zurkowski.

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Ob es dabei ein Vorteil ist, dass Gäste-Kapitänin Klaudia Grudzien nicht dabei sein wird? Die 26-Jährige, die auch in Osnabrück bereits auf Korbjagd ging, zog sich im Hinspiel einen Kreuzbandriss zu und wurde am Donnerstag operiert. „Ich habe ihr sofort gute Besserung gewünscht, sie ist eine tolle Spielerin, und es tut mir sehr leid für sie“, so der Panthers-Coach und fügt an: „Sie wird Wolfenbüttel fehlen, aber ich denke nicht, dass es das für uns einfacher macht. Unser Gegner ist so für uns eher noch unberechenbarer geworden.“

Alle Panthers sind fit

Bei den Osnabrückerinnen dagegen sind alle Spielerinnen fit für das Rückspiel zu ungewohnter Zeit. Um eine Termin-Kollision mit dem VfL-Spiel zu vermeiden, wurde die Partie später als üblich angesetzt. So hoffen die Panthers auf ein volles Haus. „Diese Spiele in den Playoffs vor großen Kulissen machen doppelt so viel Spaß wie ein Spiel in der Hauptrunde“, sagt Zurkowski.

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Offene Rechnung mit Wolfenbüttel

Das gewannen die Wolfenbüttelerinnen übrigens in Osnabrück. „Sie sind die einzige Mannschaft, der das gelungen ist“, weiß Zurkowski und betont: „Wir haben da noch eine Rechnung offen. Wir wollen nicht, dass das so stehen bleibt.“ Anspornen, ja, auch das müssen Trainer machen.

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