Anpacken statt grillen Ehrenamtliche des SV Hellern bauen in 1500 Stunden die Sportanlage um

Von Sportredaktion | 07.08.2019, 08:05 Uhr

Selbst ist der Verein: Der SV Hellern hat seine Sportanlage großteils in Eigenregie in 1500 Stunden umgebaut. Für den Platz wurden insgesamt 85000 Euro investiert.

Den Sommer über haben viele SVH-Mitglieder so nicht beim Grillen zuhause, sondern mit Arbeitshandschuhen auf der Anlage an der Klaus-Stürmer-Straße verbracht. Von den Gesamtkosten hat die Stadt circa 70 Prozent übernommen. Die vielen Arbeitsstunden der Helfer hingegen sind dabei nicht abrechenbar. Vereinspräsident Marc Sandmann sagt allen Helfern Danke. In mehr als 150 Arbeitsstunden, so die Hochrechnung des Vereins, wurde die Fußballanlage modernisiert und renoviert.

„Alleine die beiden Vorarbeiter und gelernten Galabauer Alex Steinke und Shaun Pettersen haben jeweils mehr als 150 Arbeitsstunden eingebracht. Ulf Samusch als Fachmann für Elektrik war auch bei fast jedem Arbeitseinsatz dabei. Ohne ihre professionelle Anleitung und Unterstützung hätten wir das nie schaffen können", bedankt sich Sandmann bei den Ehrenamtlichen.

Vieles neu

Die Ehrenamtlichen schafften eine zusätzliche Trainingsfläche im Format eines Jugend- und Ü40-Spielfeldes. Zusätzlich bauten sie eine Beregnungsanlage für den Hauptplatz und die neue Fläche ein. Der Hauptplatz wurde um gut 20 Meter Richtung Clubhaus verschoben, ein Ballfangzaun, eine neue Zuschauerbegrenzung, zwei Spielerhäuschen, neue Senioren- und Juniorentore und eine neue Beschallungsanlage wurden aufgebaut. Eine neue Boulebahn werde in den nächsten Wochen erstellt.

Bagger fahren

„Aus der Sportanlage wurde zwischenzeitlich ein Ferienpark für Tiefbaufreunde. Wo kann man sonst schon als Privatperson Bagger oder Raupe fahren“, sagt Fußballobmann Jan Erik Hinrichs. Eine neue Abteilung im Verein werde deshalb aber nicht gegründet.