Drei Teams in der Zwischenrunde Addi-Vetter-Cup: Der große Tag des SSC Dodesheide

Von Malte Schlaack | 26.12.2016, 21:52 Uhr

Am ersten Tag der Vorrunde beim Addi-Vetter-Cup dominierte ein Verein. Zum Auftakt der Osnabrücker Stadtmeisterschaft im Hallenfußball qualifizierten sich alle drei Mannschaften des SSC Dodesheide für die Zwischenrunde.

Vor dem ersten Anpfiff hatten die Organisatoren des NFV Osnabrück-Stadt und der Agentur von Thomas Reichenberger allerdings mehr zu tun als erhofft. Der gelieferte Kunstrasen war vom vorherigen Mieter falsch aufgerollt worden und so hatte sich der Boden stark gewellt. Mit Sonderschichten, auch am ersten Feiertag früh morgens, wurde das Problem mit Unterstützung des Herstellers aber gelöst und die Schlosswallhalle präsentierte sich im gewohnt professionellen Umfeld. (Spielzusammenfassung im Video: Blau-Weiß Schinkel gegen SSC Dodesheide)

„Dritte“ des SSC mit Routiniers

Aus sportlicher Sicht bestimmte dabei vor allem der SSC Dodesheide die Schlagzeilen. Den Auftakt machte die dritte Mannschaft aus der 1. Kreisklasse, die über die Qualifikation ins Hauptfeld gerückt war. Das Team um die beiden Routiniers Volker Böß und Torwart Wolfgang von der Haar verlor das erste Spiel gegen den TuS Nahne, trotzte Nachbar TuS Haste einen Punkt ab und brauchte so im abschließenden Spiel gegen den Piesberger SV unbedingt einen Sieg.

Siegtreffer Sekunden vor Schluss

Es wurde die verrückteste Partie des Tages. Zwölf Sekunden vor Schluss glich Pye, im Vorjahr überraschend noch im Halbfinale, zum 3:3 aus und mit diesem Ergebnis wäre Nahne sogar der lachende Dritte gewesen. Mit dem Mute der Verzweiflung stürmte der SSC aber nach vorne und Robin Schilling erzielte tatsächlich fast mit der Schlusssirene noch den 4:3-Siegtreffer.

von der Haar in seinem Wohnzimmer

Vor allem für von der Haar war es ein besonderer Erfolg. Eigentlich war er gar nicht als Torwart vorgesehen, sprang dann aber auch dank der Überredungskünste von Volker Böß ein – und sollte es nicht bereuen: „Hier habe ich schon zweimal gewonnen, bin zweimal bester Torwart geworden – das ist mein Wohnzimmer. Dann auch noch so hier heute die nächste Runde zu erreichen, ist sensationell. Die Truppe hat nicht aufgesteckt und bis zum Ende absoluten Willen gezeigt“, freute er sich über die Überraschung. (Weiterlesen: Der Newsblog vom ersten Tag)

„Zweite“ macht Triumph perfekt

In der Zwischenrunde wird die „Dritte“ auf die eigene „Erste“ treffen, die sich in ihrer Gruppe ziemlich souverän behauptete und alle drei Spiele gewann. Den SSC-Triumph perfekt machte die zweite Mannschaft, die nach der Auftaktniederlage gegen den SC Türkgücü ruhig blieb und die beiden weiteren Spiele gewann. (Spielzusammenfassung im Video: VfL Osnabrück gegen VfB Schinkel)

Redzic führt Türkgücü an

Die SSC-Zwischenrundengruppe wird komplettiert mit Türkgücü und der U21 des VfL Osnabrück. Türkgücü zeigte wie in den Vorjahren guten Hallenfußball, gewann ebenfalls alle Spiele und hatte in Amir Redzic (neun Treffer) den bisher mit Abstand besten Torschützen. Etwas mehr Probleme hatte der VfL. Beim Titelverteidiger war aus dem Kader des Vorjahres nur noch Torwart Bernd Düker dabei, das junge Team spielte gegen den SV Hellern zum Auftakt aber nur Remis und muss sich so mit Platz zwei begnügen.

Hellern konzentriert und zielstrebig

Das lag aber auch an der konzentrierten und zielstrebigen Vorstellung der Helleraner. Nach einem erkämpften 2:1-Sieg gegen den VfB Schinkel spielte der Kreisligist gegen den überforderten SC Kosmos zum Abschluss sehr effizient und feierte mit dem 16:1 den höchsten Sieg beim Vetter-Cup seit vielen Jahren. Darüber hinaus zogen außerdem BW Schinkel und der TuS Haste verdient in die Zwischenrunde ein.