Beim deutschen EM-Sieg in Paris Wallenhorster Röger: „Nordiren sind der Wahnsinn“

Von Sven Schüer | 22.06.2016, 21:30 Uhr

„Das Beeindruckendste an der ganzen Reise waren die Nordiren“, berichtet Patrick Röger. Der Wallenhorster erlebte das letzte Gruppenspiel der Deutschen Nationalmannschaft gegen Nordirland live im Prinzenpark-Stadion in Paris.

Zusammen mit Michael Olding aus Hellern ging es am Montag über Köln und Brüssel in die französische Hauptstadt. Etwas außerhalb der Metropole wurde ein Hotelzimmer angemietet.

Der Spieltag selbst begann mit einer Sightseeingtour: „Wir waren am Arc de Triomphe und am Eiffelturm. Da haben wir viele Fans getroffen, vor allem Deutsche und Nordiren“, berichtet Röger, zeigte sich aber auch enttäuscht von den Anhängern der Gastgeber: „Französische Trikots waren kaum zu sehen. Viele Franzosen schauten uns auch skeptisch an.“

Deutlich offener erlebten die Osnabrücker andere Fangruppen. Viele Nordiren machten Stimmung, auch waren schon zahlreiche Österreicher und Isländer beim Fanfest, die tags darauf in Saint-Denis antraten. Aber auch andere niedersächsische Fußballfans waren schnell gefunden. Zwei Emsländer aus Twist gesellten sich im Vorfeld des Spiels zu den Osnabrückern.

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Im Stadion angekommen, war auch gleich klar, welche Fangruppe den Ton angeben sollte. „Die Nordiren sind der Wahnsinn. Die Deutschen haben ihr Team zwar auch lautstark unterstützt, aber die Nordiren haben fast durchgängig gesungen“, erzählt Röger.

Vor allem der berühmte Sprechgesang „Will Griggs on fire“, mit dem sich die Nordiren weltweite Sympathien sicherten, hallte immer wieder durch das Stadion. Selbst 20 Minuten nach Abpfiff sangen die Anhänger das Lied noch lautstark. „Viele Deutsche sind noch im Stadion geblieben und haben sich den Support angeschaut“, berichtet der beeindruckte Röger.

Negativ fielen den Osnabrückern am Spieltag nur die teuren Preise im Stadion auf: „Ein Light-Bier kostete sieben Euro. Und die Toiletten waren nicht die saubersten.“ Auch die hohen Sicherheitsvorkehrungen stießen auf Skepsis. Vor der Rückreise wurden die Reisetaschen am Bahnhof gescannt. „Wie am Flughafen“, wundert sich Röger. Auch die Soldaten in Paris gaben ein ungewohntes Bild ab. Dennoch bleibt den Osnabrückern das Erlebnis Europameisterschaft, da sind sie sich sicher, noch lange in Erinnerung .