Achter-Cup in Osnabrück Osnabrücker Ruder-Männer siegen bei Heimrennen vor Münster

15.07.2014, 20:19 Uhr

Spannende Rennen haben sich die Ruderer beim Achter-Cup des Osnabrücker Ruder-Vereins (ORV) geliefert: Zur Freude der Organisatoren lief nicht nur hinter den Kulissen alles rund, sondern auch auf dem Wasser setzte sich der ORV in Szene.

Christoph Lehmann, Fabian Windhorn, Christian Vennemann, Tobias Nave, Andreas Schiete, Oliver Schirmbeck, Matthias Bergmann, Andreas Tönnies und Steuerfrau Ann-Kathrin Schmieding entschieden das Finale der Männer gegen den Münster-Achter für sich.

Bereits vor dem Endlauf hatten die fünf Frauen-, sieben Männer- und vier Schülerteams aus Osnabrück, Bramsche, Hannover, Krefeld, Münster und Mainz/Berlin in 22 Läufen attraktiven Rudersport geboten. Auf der 350 Meter langen Kurzstrecke auf dem Stichkanal in Eversburg wurde auf Zeit gefahren. Dann ging es in Zwischenläufe und K.-o.-Runden – Rudern kann sehr spannend und kurzweilig sein.

Der Duell-Charakter beflügelte die Athleten: „Männer, jetzt gilt’s“, lautete die Ansage von Oliver Schirmbeck aus dem ORV-Achter vor dem Finale gegen Münster. Die Ampel sprang auf Grün, die Ruder peitschten ins Wasser. Knappe 50 Sekunden später fuhr das ORV-Boot mit einer Luftkastenlänge Vorsprung über die Ziellinie und sichert sich beim Achter-Cup die Siegprämie von 400 Euro.

„Wir haben uns richtig gefreut. Immerhin ist Münster amtierender Deutscher Vizemeister über diese Strecke“, sagte Christian Vennemann. „Die Jungs haben diesmal das gemacht, was ich angesagt habe“, strahlte Steuerfrau Ann-Kathrin Schmieding. „Der Start ist wichtig“, weihte Schlagmann Andreas Tönnies (vierfacher Deutscher Meister) in die Geheimnisse des Sports ein. „Da kann man den Gegner gleich demoralisieren.“

„Wir sind mit einem anderen Schlagmann gefahren als sonst. Dennoch war das hier von uns keine ganz schlechte Vorstellung“, zeigte sich Münsters Franz Winulf Baade als fairer Verlierer. „Gratulation an den ORV! Das war wieder eine schöne Veranstaltung, die den Rudersport weiterbringt.“ Rang drei ging an den „Emscher-Hammer“ aus Wanne-Eickel vor dem DRC Hannover.

Der Allstar-Achter des Carolinums, auf allen Positionen mit Ehemaligen besetzt, wurde Sechster. Rang sieben belegte das Ratsgymnasium. „Wir haben uns nicht vorbereiten können und wollen heute einfach unseren Spaß haben“, meinten unisono Johan Oostvogel (Caro) und Alexander Oberpenning (Rats) und verwiesen auf die Stärken auf der abschließenden Ruderparty. Immerhin konnte das Caro den Sieg im Direktduell verbuchen, ein Prestigeerfolg.

Im Damenfinale war der mehrfache Deutsche Sprintmeister und Bundesliga-Champion aus Krefeld nicht zu schlagen, der sich knapp gegen den „Wannsee-Express“ mit der Osnabrückerin Mareike Helmers durchsetzte. „Wir fahren in der Besetzung zum Spaß und Krefeld ist absolute deutsche Spitze“, erklärte die Berlinerin Sybille Exner. Platz zwei sei „deshalb keine Enttäuschung“.

Für die regionalen Frauenachter blieben die Plätze drei (ORV) und vier (Greselius-Gymnasium Bramsche). „Mehr war nicht drin“, zogen die ORV-Damen ein positives Fazit. „Wir rudern sonst nur im Vierer, das war schon ungewohnt“, sagte Schlagfrau Malin Schulz aus Bramsche. „Wir haben nächste Woche erst unser Highlight mit dem Niedersachsenfinale ,Jugend trainiert‘. Da war das heute ein gutes Training, gerade auch gegen den Topachter aus Krefeld.“

Das Schlusswort hatte ORV-Vorsitzender Jens-Peter Zuther bei der Siegerehrung, bei der es zur Belohnung Preisgelder im Sparschwein und ein Fünf-Liter-Bierglas mit Gravur gab: „Ich bin stolz auf unser Organisationsteam um Marco Hehmann. Der Achter-Cup ist ein wichtiger Bestandteil unseres ausgeprägten Vereinslebens geworden. Die Leute wie auch unsere Gäste freuen sich jedes Jahr darauf. Das hat man wieder gesehen.“