71:50-Sieg gegen Bergische Löwen OTB Titans: Klassenerhalt so gut wie perfekt

Von Ansgar Maßbaum, Ansgar Maßbaum | 19.02.2017, 11:59 Uhr

Genau so hatten es sich die Osnabrücker TB Titans vorgestellt und einen Plan ausgeheckt: Am 18. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga haben die OTB-Frauen mit dem 71:50 (39:20)-Sieg gegen die Bergischen Löwen ihr Tagesziel bravourös erreicht und vier Spieltage vor Ende der regulären Saison mit ihrem sechsten Sieg das Saisonziel Klassenerhalt so gut wie perfekt gemacht.

Der zehnte Platz ist gefestigt: Tabellennachbar Braunschweig müsste die ausstehenden Spiele – unter anderem gegen drei der Liga-Topteams – gewinnen, die Titans alles verlieren. „Jetzt wird es, denke ich, sehr schwer werden, dass wir doch noch absteigen“, zeigte sich Titans-Trainer Roland Senger sichtlich erleichtert nach der Partie und sparte nicht mit Lob: „Die gesamte Mannschaft hat das, was wir uns vorgenommen hatten, super umgesetzt.“

OTB startet mit drei Dreiern

In einem hart geführten und kampfbetonten Spiel zeigten die Titans von Minute eins an, wer Herr im Haus ist, und brachten die Zutaten für diesen wichtigen Sieg wie Einsatz, gute Abwehrarbeit, Teamplay und ein sicheres Händchen selbst mit.

Ohne Larissa Schwarz, die im Urlaub weilte, schickte Senger Elizabeth Belanger, Janina Wellers, Amencie Mercier, Birte Seyer und Esther Knopp anfangs aufs Feld. Und Knopp schockte den Tabellenachten, der seine vierte Niederlage in Folge kassierte, gleich mit einem Treffer aus der Distanz. Elizabeth Belanger tat es ihr gleich und versenkte zwei weitere Dreier (9:2/2. Minute).

Titans ziehen mit 16:0-Lauf vor der Pause davon

Während sich die Löwen mit einer aggressiven Eins-gegen-Eins-Verteidigung versuchten, hatte Senger sein Team auf eine Zonenverteidigung eingestellt – und das mit Erfolg. Auch wenn die Räume eng waren und der OTB nur ganz schwer unter des Gegners Korb kam, saßen ihre Würfe aus der Distanz sicher. Der Grundstein für den sechsten Erfolg wurde bereits frühzeitig gelegt. Ein 16:0-Lauf von der 15. bis zur 19. Minute schaffte gehörig Sicherheit im Spiel der Osnabrückerinnen und schraubte die Führung auf 39:17. Fünf Minuten lang blieben die Löwen ohne Korberfolg, taten sich schwer und waren dem Druck des Gastgebers nicht gewachsen.

Belanger-Gala: 26 Punkte, fünf Dreier

Elizabeth Belanger, mit 26 Punkten erfolgreichste OTB-Werferin, wusste, worauf es ankam an diesem Abend: „Wir wollten hart verteidigen, mussten uns im Rebounding steigern und als Team agieren. Alle diese Dinge haben wir heute gut umgesetzt“, war sie zufrieden.

Trainer Roland Senger: Matchplan hervorragend abgearbeitet

Coach Senger, der alle elf Spielerinnen zum Einsatz brachte, pflichtete ihr bei: „Die Damen haben den Matchplan hervorragend abgearbeitet und ihre Hausaufgaben nach der Berlin-Pleite gemacht. In allen Statistiken wie Trefferquote (42 Prozent zu 33), Rebounds (43/39), Assists (13/10), Ballverlusten (16/23) und Ballgewinnen (15/5) überflügelten die Titans den Gegner.

Aufbäumen der Löwen kostet zu viel Kraft

Nach der Pause bäumte sich das von Dhnesch Kubendrarajah trainierte Team der Löwen, die doch auf die Dienste von Janee Morton (10) bauen durften, noch einmal auf und verkürzte auf 40:47 (30.). Eine Umstellung in der Verteidigung seitens der Titans zog den Löwen den Zahn und korrigierte das Zwischentief wieder. Janina Wellers und Elizabeth Belanger schraubten im Wechsel das Punktekonto binnen zwei Minuten im Abschlussabschnitt wieder auf stattliche 19 Punkte (59:40/32.). Die Löwen hatten nichts mehr zuzusetzen, nachdem die Aufholjagd im dritten Viertel zu viel Kraft gekostet hatte.

Verhaltener Jubel nach harter Arbeit

Ohne ausgelassen zu feiern, aber mit einer sympathischen Freude nach der Schlusssirene genossen die Titans ihren Coup, der ein hartes Stück Arbeit war: „Das war eine körperlich sehr anstrengende Geschichte heute. Es ging ganz schön zur Sache – aber wir sind alle sehr glücklich, über das, was wir heute erreicht haben. Mal gucken, was wir in den letzten vier Partien noch so reißen können“, schaute Janina Wellers mutig nach vorne.