138 Fahrer, ein Ziel 20. Niedersachsenrundfahrt: „Sporthighlight“ in Wallenhorst

Von Ansgar Maßbaum | 24.07.2014, 17:12 Uhr

An diesem Freitag geht sie los, die kleine „Tour de Wallenhorst“: Um 18 Uhr startet die 20. Internationale Niedersachsenrundfahrt (INR) der Radsport-Junioren auf ihre erste Etappe über 66,3 Kilometer.

Und mit ziemlicher Sicherheit wird sich der Radsportnachwuchs an diesem Wochenende wieder spektakuläre Rennen liefern. Vier Etappen gilt es zu bewältigen, deren Streckenverläufe alle unterschiedlich gestaltet sind. Die Routen führen die U-19-Rennfahrer durch alle Ortsteile der Gemeinde Wallenhorst, aber auch durch Teile von Bramsche (Engter und Evinghausen), Belm (Icker) sowie Osnabrück (Pye).

Nach einer Rennstrukturänderung des internationalen Radsport-Verbandes UCI im Jahr 2008 findet die Rundfahrt jetzt im Rahmen der World-Circuit-Serie der Junioren als Etappenrennen der Kategorie 2.1 statt. Was sich anhört wie der Nachfolger eines Blockbusterfilms, entpuppt sich schlicht als ein Rennen der zweithöchsten Kategorie des Weltverbandes. Die Niedersachsenrundfahrt ist damit eine von drei verbliebenen UCI-Rundfahrten in Deutschland.

Dass die Gemeinde im Osnabrücker Nordkreis nun schon zum 14. Mal seit 2001 Ausrichter dieser Rundfahrt ist, kommt laut INR-Geschäftsführer Otto Pätzold nicht von ungefähr: „Wir finden in Wallenhorst optimale Bedingungen vor. Da keine Großsponsoren die Rundfahrt unterstützen und die Finanzierung nur über Startgelder der Mannschaften sowie Gemeinde, niedersächsische Sportstiftung und private Zuwendungen läuft, ist das Engagement der Wallenhorster umso höher einzuschätzen.“ Die dreitägige Rundfahrt hat ein finanzielles Gesamtvolumen von rund 45000 Euro.

Die Wertschätzung zwischen Veranstalter und Gemeinde beruht auf Gegenseitigkeit. Klaus Schwegmann, bei der Gemeinde Wallenhorst für die Rundfahrt verantwortlich, ist voll des Lobes für die Ausrichter: „Ich glaube, dass dieses Sporthighlight deshalb so toll in unserer Gemeinde funktioniert, weil hier auch alles auf der persönlichen Schiene reibungslos klappt. Es gibt keine Berührungsängste, und man merkt, dass alle mit ganzem Herzen bei der Sache sind.“

Den Beweis liefert Pätzold, der gleich mit seiner ganzen Familie ins Osnabrücker Land reist: Auch seine Ehefrau, Kinder und Enkelkinder sind bei der Rundfahrt als helfende Hände mit eingespannt. Familiär wird auch die gesamte Rennatmosphäre. „Dass fast alle Mannschaften am Alfsee in Rieste untergebracht sind, ist herausragend. Nach den Rennen können Sportler aus zehn Nationen und ihre Teams wunderbar in Kontakt kommen“, erklärt Pätzold.

Ziel aller 138 Fahrer ist das Gelbe Trikot, das sich der Sieger des Gesamtklassements nach drei Tagen und insgesamt 283,6 Kilometern am frühen Sonntagnachmittag überstreifen darf. Für den stärksten Sprinter, den herausragenden Bergfahrer und den besten Nachwuchsfahrer gibt es weitere Wertungen.