Geschicklichkeit und Schnelligkeit Westernreiter starten ihre Saison in in Bippen

Von Henning Stricker

Mit Vollspeed ging es für Carsten Grußendorf im Sattel von Rooster Booster um die Barrels. Foto: Henning StrickerMit Vollspeed ging es für Carsten Grußendorf im Sattel von Rooster Booster um die Barrels. Foto: Henning Stricker

Bippen. Im wilden Westen lag am vergangenen Wochenende Bippen. Der Anblick zahlreicher Cowboys und Cowgirls rund um das Vereinsgelände des Reitervereins ließ den Verdacht aufkommen. Bereits zum zweiten Mal eröffneten die Westernreiter der Regionalgruppe Nord der National Barrel Horse Association of Germany (NBHA) ihre Turniersaison auf der Bippener Anlage.

Sehr zufrieden mit dem Ablauf des in der Region nicht alltäglichen Westernreitsportturniers zeigten sich Reiner Mühlbauer, Bundespräsident der NBHA, und Swen Peters vom Bippener Reiterverein. „Wir freuen uns, das wir in diesem Jahr erneut die Reitanlage von Reitsport Bippen als Austragungsort für das erste Turnier der Saison hier im Norden nutzen dürfen“, sagte Mühlbauer, den viele als ehemaligen Vorsitzenden des Eggermühlener Reitervereins kennen. Auch Swen Peters, Vorsitzender von Reitsport Bippen, war rundum zufrieden. 

Für den ersten Turniertag hatten Sebastian Lampe und Cindy Gusowski als Organisatoren der Regionalgruppe Nord der NBHA das Maja Race und eine Speed & Jump Prüfung ausgeschrieben. „Das Maja Race ist ein sogenannter Speed Trail, hier müssen von Pferd und Reiter verschiedene Aufgaben gelöst werden“ wie Mühlbauer erläutert.

Foto: Henning Stricker

Neben dem Durchreiten eines Slalomparcours mussten die Reiter vom Pferd aus ein Tor öffnen, hindurch reiten und das Tor hinter sich wieder schließen. Außerdem mussten die Paare über eine kleine Brücke, durch einen Vorhang aus flatternden Bänder und über eine Plane reiten. „Und das in möglichst kurzer Zeit“, so Mühlbauer weiter. 

In der anschließenden Speed & Jump Prüfung erwarteten die Reiter auch kleine Hindernisse. „So ein 30 Zentimeter hohes Hindernis kann für einen Westernpferd schon einem Drei-Sterne S-Springen gleichkommen“, wie Mühlbauer mit einem Augenzwinkern betont. „Denn normalerweise springen Westernpferde eigentlich nicht.“

Janine Hinrichs-Gröpper im Sattel von Nat Go Winoba sicherte sich den Sieg in der Open Wertung des Maja Race. Foto: Henning Stricker

Beim Maja Race in der Open Klasse konnte sich Janine Hinrichs-Gröpper (Bramsche) den Sieg vor Marina Lemm (Hannover) und Sabrina Broers (Uplengen) sichern. In einer Zeit von 113,531 Sekunden absolvierte sie den Parcours im Sattel von Nat Go Winoba. Rund 20 Sekunden mehr benötigte Marina Lemm (Hannover), 150,783 Sekunden benötigte Sabrina Broers (Uplengen). Im Speed & Jump konnte sich die Quakenbrückerin Ulrike Litwin im Sattel von Conmyt den vierten Platz sichern. 

Am zweiten Turniertag standen dann die klassischen Westernreitportprüfungen auf dem Programm. Neben dem klassischen Barrel Race, dem Keyhole Race, dem Flag Race, dem Pole Bending gehörte auch das Mixed Race zu den fünf zu absolvierenden Disziplinen. Neben den den Profis in der Open-Klasse konnten auch Reiter, die kein Mitglied der NBHA sind, in der Amateur-Klasse starten. 

23 junge Reiter

Den Auftakt machten allerdings die Kinder. Insgesamt 23 junge Reiter hatten, teils kurzfristig, für die Prüfung genannt. Den Sieg in der Gesamtwertung konnte sich die Bersenbrückerin Josefine Hinkamp mit Carry und insgesamt 68 Punkten für die NordCup Wertung sichern. Zweite wurde Chayenne Sperling (Barßel) vor Vereinskollegin Michelle Böhmer. Mit 58 Punkten konnte sich der Bramscher Tamme Genso den vierten Platz sichern. 

In der Open-Klasse siegte Melina Koch aus Stavern. Mit Carsten Grußendorf, Tochter Sveva Grußendorf und Stefan Genso waren auch drei Bramscher Pferdesportler in dieser Prüfung gestartet. In der Gesamtwertung reichte es für die drei für die Plätze drei, fünf und sieben.

Mit einem neunten Platz beendete Gastgeber Swen Peters die Gesamtwertung in der Amateur-Klasse. 


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