Zweite Basketball-Regionalliga Der Erzrivale kommt zum Derby nach Quakenbrück

Von Bernard Middendorf

Zum Derby gegen die Red Devils Bramsche tritt der TSV Quakenbrück am Sonntag an. Foto: Rolf KamperZum Derby gegen die Red Devils Bramsche tritt der TSV Quakenbrück am Sonntag an. Foto: Rolf Kamper

Quakenbrück. Zum Derby kommt es am Sonntag in der Artland Arena. Dann spielt der Meister der zweiten Basketball-Regionalliga, die Red Devils Bramsche, gegen den Quakenbrücker TSV.

Die Rollen sind klar verteilt: Hausherr ist mit dem QTSV die jüngste Mannschaft der 2. Regionalliga, Gast ist der frischgebackene Champion und Top-Favorit TuS ADEMAX Red Devils Bramsche, körperlich klar überlegen und im Kader mit drei Profis bestückt. Fakt ist aber auch, dass unbändiger Kampfgeist und Trotz in den Quakenbrückern steckt, Eigenschaften, mit denen sie beißen wollen, wenn sie am Sonntag um 16 Uhr in der Artland Arena auf den Meister treffen.

Halbe Sachen gibt es nicht für die QTSVer, könnte man sagen, wenn man vergangene Derbys gegen den Erzrivalen anschaut. Deutliche Niederlagen – auch mal zu Hause – wechselten sich ab mit so manchem Triumph in der Bramscher Halle. Zwei Jahre lang waren die Burgmannstädter sogar Angstgegner für die selbsternannten Roten Teufel: Zwischen dem 5. Oktober 2016 und dem 7. April 2018 gewannen sie alle vier Hin- und Rückspiele gegen die Tuchstädter, drei davon „vernichtend“ mit durchschnittlich 15 Punkten.

In dieser Saison hat der TuS jedoch nicht wie sonst einen oder zwei, sondern gleich drei Profis unter Vertrag genommen, die so manchen Gegner das Fürchten gelehrt haben. Zwei von ihnen machen fast 50 Prozent aller Bramscher Punkte (707/1489): US-Scorer Cameron Coleman (2,01 Meter) aus Nebraska, zwei Mal „All American“ in der NAIA-Liga, sowie der frühere kroatische Zweitligaspieler Aleksandar Cuic, eine richtige Kante mit 2,08 Meter Körpergröße und 120 Kilogramm Kampfgewicht. Der Dritte im Bunde ist Ex-Drache Blanchard Obiango (2,03 Meter), früher bei Rasta unter Vertrag.

Leicht nachzuvollziehen, dass die QTSVer – noch immer im Spitzentrio – kaum eine Chance hatten, die Center-Übermacht unter den Körben zu stoppen, zumal auch ehemalige Young Dragons wie Jan Philipp Seitz, Naim Noureddin und Daniel Meyer einen absoluten Sahnetag erwischt hatten und gemeinsam 44 Prozent der Punkte holten. Der 108:61(59:37)-Erfolg des TuS erzeugte vor allem Wut im Bauch, weil er deutlich zu hoch ausfiel.

Ein Grund mehr, dass die Mannschaft um Trainer Guido Thöle sowie Christian Fischer, Roman Keller, Kevin Wank und Co. ihre Außenseiterchance suchen will – trotzig, selbstbewusst, aber auch mit dem nötigen Realismus.


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