Jugendbasketball-Bundesliga Quakenbrücker Young Rasta Dragons verlieren Spitzenspiel

Von Bernard Middendorf

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Spannende Zweikämpfe lieferte sich Zweimetermann Kilian Brockhoff (am Ball) mit den Münsteranern. Foto: Bernard MiddendorfSpannende Zweikämpfe lieferte sich Zweimetermann Kilian Brockhoff (am Ball) mit den Münsteranern. Foto: Bernard Middendorf

Quakenbrück/Vechta. Ein „Kopf-an-Kopf-Rennen“ wurde vor dem Topspiel in der Jugendbasketball-Bundesliga zwischen dem Spitzenreister UBC Münster und den Young Rasta Dragons erwartet. Danach sah es beim 28:27 zur Pause auch aus, aber dann steigerten die Gäste Tempo und Biss.

Die Mannschaft von Hanno Stein hatte diesem Druck sehr wenig entgegenzusetzen, musste mit 56:77 Punkten sogar noch unerwartet deutlich die Waffen strecken.

Bedenklich stimmte die Art und Weise, wie die Niederlage zustande kam. Beim 49:47-Hinspieltriumph hatte das Team demonstriert, wie der Spitzenreiter der Hauptrunde 1 zu knacken ist: Mit doppeltem Einsatz in der Verteidigung, wenn vorne nur schwer etwas zu machen ist. Das beherzigten die Hausherren zunächst, legten einen 12:2-Blitzstart hin, führten im ersten Viertel immer noch 21:14, zur Pause bei rasch nachlassender Intensität jedoch nur noch 28:27.

Ohne Punkte blieb Shooting Guard Norman Südbeck (am Ball) beim Angriff auf die UBC-Bastion. Foto: Bernard Middendorf


Schussglück hatte der UBC durchaus bei „nahtlosen“ Dreiern nach dem Wiederanpfiff, jedoch erklärt das nicht den beinahe vernichtenden Angriffsdruck; seine Stärke holte sich der Tabellenführer aus fleißiger Abwehrarbeit, während die Schussflaute bei den Rivalen mit bedingt war durch mangelnde Aggressivität bei Gegenkörben, die auch das Selbstvertrauen im Angriff nahm. 

Das Fehlen des verletzten 1,98-Meter-Forwards Mathis Elbers und des athletischen Max Mustermann war zwar ein Nachteil, aber es fehlte auch ein Leader, um das Spiel der U16-Drachen neu zu organisieren. Ihre Anhänger gaben alles, jedoch bekamen die UBC-Fans Oberwasser. Chancen waren da: Beifall beim plötzlichen 8:2-Lauf vom 47:66 zum 55:68; in vier Restminuten wäre noch was drin gewesen, aber es blieb beim letzten Aufbäumen, dann machte Münster endgültig dicht. Sonntag warten die Piraten Hamburg.

Den Korb für die Young Rasta Dragons verhindert die Hand des UBC-Verteidigers am Wurfarm. Foto: Bernard Middendorf


„Es ist schade, dass wir da nicht noch einmal zurückkommen konnten. Aber man muss Münster auch zu einer sehr, sehr guten Leistung gratulieren“ sagte Hanno Stein

So spielten die Young Rasta Dragons: Julian Lindt, Emilijus Peleda (6), Justin Onyejiaka (21), Martin Kalu (2),  Tim Reumann (2), Darren Aidenojie, Noah Jänen (13), Norman Südbeck, Jegor Cymbal (9), Dennis Gappel, Karl Bühner und Kilian Brockhoff (3).


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