Volleyballerin verlässt Bundesliga Jana Poll bestätigt Wechsel zu Panathinaikos Athen

Von Dieter Kremer | 16.06.2016, 14:28 Uhr

Volleyballnationalspielerin Jana-Franziska Poll wechselt ins Ausland: Die in Meppen geborene Außenangreiferin hat einen Verein in Griechenland gefunden. „Zur nächsten Saison werde ich nach Athen zu Panathinaikos wechseln“, bestätigt die 28-Jährige.

Nach mittlerweile acht Jahren in der Bundesliga habe sie Lust etwas Neues auszuprobieren und gleichzeitig auch das Leben in einem fremden Land kennenzulernen, erklärt Poll. Zuletzt war sie beim VT Aurubis Hamburg aktiv, wohin Poll 2015 vom Schweriner SC gewechselt war. Doch der Erstligist hat sich am Ende der abgelaufenen Saison zurückgezogen, weil die finanziellen Mittel nicht ausreichen, um weiter im Oberhaus spielen zu können.

Nächster Grand Prix in den USA

Aktuell ist Poll mit der deutschen Nationalmannschaft unterwegs. In der vergangenen Woche beim Grand Prix im chinesischen Ningbo gab es drei Niederlagen gegen Weltmeister USA (0:3), die Gastgeberinnen (0:3) und Thailand (1:3). Weiter geht es für die DVV-Frauen im Grand Prix ab Freitag (17. Juni) in Long Beach/Kalifornien. Dort trifft die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes auf die USA, Japan und die Türkei. Letzte Grand-Prix-Station ist Hongkong (24. bis 26. Juni).

Spielpraxis gesammelt

Bundestrainer Felix Koslowski hat für das Kräftemessen mit den besten Mannschaften der Welt zahlreiche Neulinge nominiert. Trotz des personellen Aderlasses ist das Ziel für die DVV-Auswahl der Klassenerhalt in der ersten Gruppe der Grand-Prix-Serie. „Sollten wir das schaffen, wäre das schon ein großer Erfolg für uns“, sagt Koslowski. Poll bewertet den Neuanfang positiv. „Der diesjährige Grand Prix wird für uns eine optimale Gelegenheit sein, viel Spielpraxis und Erfahrungen sammeln zu können“, sagt sie. Die meisten Spielerinnen seien sehr jung oder hätten vergleichbar wenig Länderspieleinsätze.

Grand Prix ist eine Ehre

Dass die Erfolgsaussichten gegen „ große Kaliber“ wie China oder USA gering sind, weiß Poll einzuordnen. „Aus solchen Spielen können wir aber viel mitnehmen und lernen.“ Letztendlich sei es auch eine Ehre, gegen die Topmannschaften der Welt zu spielen. Trotz der drei Niederlagen sah Poll in China einen Entwicklungsschritt nach vorn. Von Spiel zu Spiel habe sich die Mannschaft verbessert. „Jedoch müssen wir weiter daran arbeiten, konstanter zu werden und dass gerade in den Schlüsselmomenten alles funktioniert, wie wir es im Training erarbeitet haben.“

„Freue mich auf Los Angeles“

Vom Reich der Mitte hat Poll außer Hotel und Halle nicht viel gesehen. „Viel Freizeit, um die Gegend zu erkunden, bleibt leider meist nicht.“ Kulinarisch bleibt der Trip eher in unangenehmer Erinnerung. „Das chinesische Essen ist für uns deutsche schon nach wenigen Tagen nicht mehr ‚schmackhaft‘ gewesen. Von daher sind wir nun ganz froh, dass es jetzt nach LA geht.“

Das zweite Mal in China

Für die Emsländerin ist es übrigens nicht der erste Grand Prix. Im letzten Jahr war sie bereits beim Turnier in China dabei.