Verletzung am Knie Nordhorn-Lingen: Verjans drohen acht Wochen Pause

Von Uli Mentrup | 08.02.2017, 11:50 Uhr

Glück im Unglück hatte Nicky Verjans: Der Mannschaftskapitän des Handball-Zweitligisten HSG Nordhorn-Lingen, der sich beim Spiel in Leutershausen am Knie verletzte hatte, muss nicht operiert werden. Allerdings droht ihm eine achtwöchige Pause.

 Der Niederländer, der in Leutershausen nach etwa einer Viertelstunde ausfiel , weil ihm ein Gegenspieler ins Knie gefallen war, hatte schon eine noch längere Pause befürchtet. Doch nach einer MRT-Untersuchung lautete die Diagnose Teilriss des Innenbandes und Gelenkstauchung. „Es muss nicht operiert werden, Menisken und Kreuzband sind in Ordnung“, stellte Trainer Heiner Bültmann fest. „Es hätte schlimmer kommen können.“

Im Rückraum knapp besetzt

Allerdings trifft die achtwöchige Pause das Zwei-Städte-Team. Denn gerade im Rückraum ist es knapp besetzt. Ohne Verjans und Lutz Heiny, der sich zu Saisonbeginn einen Kreuzbandriss zugezogen hatte und noch etwa drei Monate fehlen wird, verfügt die HSG mit Alex Terwolbeck, Jens Wiese und Patrick Miedema nur noch über drei Rückraumspieler.

HSG muss improvisieren

Bültmann muss weiter improvisieren. Schon in der Hinrunde und in der vergangenen Saison war sein Team von Personalsorgen gebeutelt . „Die Situation ist nicht neu für uns. Aber wir haben jetzt keine großen Möglichkeiten mehr“, weiß der Trainer. Er kann seine Spieler jetzt „natürlich nicht in Watte packen“, aber er wird Training und Spieleinsätze genau dosieren, damit es zu keinen Überlastungen kommt. „Trotzdem müssen weiter guten Zug haben im Training.“

„Lösungen finden“

Im Spiel dürfte es neue Angriffs- und Abwehrwechsel geben, damit die Handballer ihre Pause bekommen. Für Terwolbeck ändert sich wenig, aber Wiese und Miedema brauchen Ruhephasen beim Abwehrspiel. Bültmann hält weitere Veränderungen für denkbar, etwa mit Linksaußen Lasse Seidel im Rückraum. Den Part hatte der 23-Jährige schon in Leutershausen und beim Test gegen Emsdetten übernommen, als Miedema nicht zur Verfügung stand. „Ich will nicht jammern, es geht darum, Lösungen zu finden“, erklärt Bültmann.

Sonntag nach Bietigheim

Am Sonntag um 18 Uhr muss Nordhorn-Lingen beim Tabellendritten Bietigheim antreten. Am 17. Februar folgt im Euregium das Heimspiel gegen Eisenach (19.30).