Überprüfungswettkampf in Essen Marco di Carli will sich für die EM qualifizieren

Von Klaus Hüsing | 17.07.2014, 14:47 Uhr

Für Marco die Carli steht viel auf dem Spiel. Am Wochenende hat der Schwimmer von der SG Frankfurt in Essen die letzte Chance, seine Fahrkarte zur Europameisterschaft in Berlin zu sichern. Unterstützung bekommt di Carli von einigen Athleten aus seinem Sögeler Heimatverein, die wie einige andere emsländische Schwimmer, ebenfalls in der Ruhrmetropole an den Start gehen werden.

Alles, was Rang und Namen hat im deutschen Schwimmsport, muss bei der „Essener Sparkassen Challenge 2014“ an den Start gehen. Bundestrainer Henning Lambertz (Essen) erkor das allgemein offene Schwimmfest der SG Essen zum Überprüfungswettkampf (ÜPW) und damit zum zweiten Teil der Qualifikation für die Heim-EM, die vom 18. bis 24. August in Berlin stattfinden. „Es geht in diesem Jahr nicht nur darum, bei den Deutschen Meisterschaften schnell zu schwimmen. Auch beim Überprüfungswettkampf in Essen muss der Athlet ein gewisses Leistungsniveau zeigen“, geht Lambertz mit dem Test im Schwimmzentrum Essen-Rüttenscheid wieder einen neuen Weg, um die nationale Spitze zu fordern, zu selektieren und das beste Team die für den DSV so elementar wichtige Heim-EM zu finden.

Für den aus Sögel stammenden Marco di Carli, der in München trainiert und für die SG Frankfurt startet, geht es darum, nach der denkbar knappen verpassten Norm – drei Hundertstelsekunden fehlten über 100 Meter Rücken – doch noch sein Ticket für die Heim-EM zu sichern. Für den Hessischen Kommissar, der seit einem Jahr von Olaf Bünde gecoacht wird, muss über 100 Meter Freistil am Samstag – als DM-Sechster fehlten sieben Hundertstelsekunden zum EM-Staffelplatz – oder am Sonntag über 100 Meter Rücken alles optimal laufen. Der Bundestrainer erwartet von di Carli, dass er deutlich gegenüber seinen Kontrahenten zulegt und selbstverständlich die Norm schafft. Damit wäre zumindest ein EM-Startplatz für die Staffel gesichert. „Ich hätte noch wesentlich schneller sein können, wenn ich etwas anders getapert hätte“, blickt di Carli auf die DM-Rennen zurück. „Dieses Mal haben wir die Zuspitzung dahin gehend verlängert“, sieht der emsländische Sportbotschafter dem Überprüfungswettkampf positiv entgegen. Zum Aufwärmen geht der 29-Jährige in Essen auch noch über 50 Meter Rücken an den Start.

Aus dem Emsland sind die starken Brustschwimmerinnen Sophie Buß (TV Meppen) und Franziska Lünswilken vom SV Sigiltra Sögel mit von der Partie. Beide starten auf ihrer Spezialdisziplin, den 50 Meter Brust, in den drei schnellsten Läufen unter den besten 24 Deutschlands. „Für mich ist das nur ein Start zum Saisonabschluss, mit dem wir auch das Emsland und natürlich Marco unterstützen wollen“, freut sich Buß darauf in dem Bad Flagge zu zeigen, wo ihre Vereinskollegin Mandy Steenkamp im Essener Schwimminternat ihre täglichen Bahnen zieht. Steenkamp ist trotz Ferien in Nordrhein-Westfalen natürlich auch mit dabei. Zudem schwimmen zwölf Sögeler Nachwuchskräfte sowie Sofie Schröder (TV Meppen) die Essener Challenge.