Seidel im Rückraum Personalsorgen: Nordhorn-Lingen verliert 28:30

Von Uli Mentrup | 05.02.2017, 00:15 Uhr

Bittere Niederlage unter schwierigen Bedingungen für den Handball-Zweitligisten HSG Nordhorn-Lingen bei der SG Ohne den erkrankten Patrick Miedema und nur 15 Minuten mit dem danach verletzten Kapitän Nicky Verjans verlor das Zwei-Städte-Team 28:30 (14:18).

Miedema hatte sich mit einer fiebrigen Erkältung abgemeldet. Verjans musste mit einer Verletzung früh passen. Ein Gegenspieler war ihm ins Knie gefallen. Damit standen mit Jens Wiese und Alex Terwolbeck gerade noch zwei Rückraumspieler zur Verfügung. Der gelernte Linksaußen Lasse Seidel spielte im rechten Rückraum und löste die Aufgabe ordentlich.

Mit Angriff weitgehend zufrieden

Immerhin warfen die Niedersachsen bei den Mittelfranken 28 Tore. Mit dem Angriff zeigte sich Bültmann weitgehend zufrieden. Allerdings vergab seine Mannschaft noch einige freie Bälle und scheiterte gleich viermal vom Siebenmeterpunkt. Mit etwas Glück wäre mehr möglich gewesen. „Wir hätten abgezockter sein müssen“, meinte Bültmann.

Abwehr ohne Zugriff

Vor allem im ersten Durchgang passte es in der Abwehr nicht. „Wir haben keinen Zugriff bekommen“, erklärte Bültmann. Die Gäste kassierten zu viele Tore aus dem Rückraum, aber auch vom Kreis. Auch im Tor sah der Coach keine Top-Leistung. Fast jeder Wurf der Gastgeber saß. Zur Pause führte er 18:14. „Wenn wir unter den Bedingungen hätten etwas mitnehmen wollen, hätte schon alles stimmen müssen“, sagte der Trainer. Wenigstens hatte sich der Gast gut auf die direkten Freistöße des Gegners eingestellt.

Spannung am Ende

Ende der zweiten Halbzeit wurde es noch einmal spannender. Die HSG kam bei Gegenstößen zu einigen Treffern und auf zwei Tore heran. Doch mit dem 30:27 war kurz vor Ende die Entscheidung gefallen. Der Gast konnte nur noch verkürzen.