Nahaufnahme Svenja Weßling startet beim TV Meppen durch

Von Kim Patrick von Harling | 01.02.2017, 16:00 Uhr

Sie startet in dieser Saison so richtig durch: Svenja Weßling vom Basketball-Oberligisten TV Meppen hat sich in der aktuellen Serie zur wichtigen Säule entwickelt, erzielte bislang hinter Teamkollegin Theresia Mebben (170) mit insgesamt 141 die meisten Punkte für den Tabellenvierten.

Ihr Trainer Rene Aufenfehn kommt aus dem Schwärmen gar nicht heraus, wenn er von seiner Flügelspielerin spricht: „Svenja hat sich super entwickelt und ist mittlerweile auch konstant jenseits der Dreierlinie.“ Dass Weßling in seinem Team aufläuft, ist dem damaligen Aufstieg des TV Nordhorn von der Oberliga in die Regionalliga zu verdanken. „Damals kam der Coach zu mir und sagte, dass ich in der Regionalliga wohl nicht allzu häufig spielen würde“, berichtet die 19-jährige Weßling.

Vom Aufsteiger zum Aufsteiger

Aufhören mit dem Basketball? Nein, das war zu keinem Zeitpunkt eine Option. Der damalige Trainer des TV Meppen, Olaf Cimanowski, kam auf Weßling zu und bot ihr an, ihre Karriere im Emsland fortzusetzen. „Damals wusste ich gar nicht, dass Meppen gerade in die Oberliga aufgestiegen ist“, erinnert sich Weßling an das Jahr 2013. „Olaf erzählte mir, dass sie noch Spielerinnen suchen würden und ich gut ins Konzept passe.“ Kurios: Zwar holte Cimanowski Weßling nach Meppen, unter ihm trainiert hat sie jedoch nie. Denn kurz darauf verließ Cimanowski den Verein.

„Mehr als nur Mitspielerinnen“

Weßling hat den Wechsel nicht eine Sekunde lang bereut. „Mir gefällt hier die Menschlichkeit, die Offenherzigkeit und der Spaß. Wir sind mehr als nur Mitspielerinnen, mittlerweile sind wir Freundinnen geworden“, betont die Nordhornerin. Der Kern des aktuellen Kaders ist seit vier Jahren unverändert.

Talent der Familie

Seit nun neun Jahren steht Weßling in der Halle, um Basketball zu spielen. Ihr Talent wurde ihr in die Wiege gelegt. „Meine Mutter, ihre drei Geschwister und ihr Onkel haben schon Basketball gespielt“, erklärt Weßling. „Mein Großvater hat dann hier in Nordhorn die Jugendmannschaft gegründet.“ Der Weg für eine erfolgreiche Karriere war geebnet.

Bundesliga als Ziel

Gerne erinnert sich Weßling an den Bezirkspokal-Sieg vor zwei Jahren in Belm Powe zurück. „Das war mein größter Erfolg bisher“, betont die 19-Jährige. Im besten Fall sind der Bezirkspokal sowie die Oberliga nur Zwischenetappen. „Mein größtes Ziel wäre es vielleicht, in der Bundesliga zu spielen“, sagt Weßling und fügt mit einem Lachen hinzu: „Dafür muss man aber noch hart arbeiten.“