Kock über 3000 Meter Vierte Wulf vom VfL Lingen bei DM wieder mit Bestzeiten

Von Carsten Nitze und Uli Mentrup | 19.02.2017, 21:18 Uhr

Ohne Medaillen blieben die emsländischen Teilnehmerinnen bei den Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften in Die aus Brögbern stammende Maren Kock wurde Vierte über 3000 Meter, Jasmin Wulf vom VfL Lingen belegte über 200 Meter den achten Platz.

In Leipzig hatte die für LG Regensburg startende Kock schon mehrfach Gold geholt. Dieses Mal war der Titel unrealistisch. „Ich habe die DM aus dem Trainingslager heraus mitgenommen“, sagte sie. Beim schnellen Rennen ging sie das Tempo von Anfang an mit, setzte sich in einer Fünfergruppe ab. „Ich habe es riskiert“, erklärte sie selbstbewusst. Doch dann riss der Kontakt ab. Im Schlussspurt sicherte sie sich den vierten Rang in 9:12,81 Minuten. Viel mehr war ihrer Einschätzung nach nicht möglich. Alina Reh (SSV Ulm) siegte in 8:53,56 Minuten. „Für mich zählt der Sommer“, erklärte Kock, die wegen der ungünstigen Ansetzung auf einen Start über 1500 Meter verzichtete.

Ein Déjà-vu zum Vorjahr erlebte Jasmin Wulf in Leipzig. Während die 19-jährige Sprinterin am ersten Wettkampftag in persönlicher Bestzeit von 7,63 Sekunden die 60-Meter-Zwischenläufe knapp verpasste, beeindruckte sie Sonntag über 200 Meter. In neuer persönlicher Bestzeit von 24,29 Sekunden qualifizierte sie sich wie schon im Vorjahr mit der neuntschnellsten Zeit für die Finalläufe.

In den knapp zwei Stunden später ausgetragenen Finalläufen blieb der Emsländerin eine erneute Bestzeit verwehrt. In 24,49 Sekunden wurde die Wahl-Hannoveranerin Achte. „Im Finale habe ich den Infekt der letzten Wochen gemerkt“, resümierte Wulf. „Nach der ersten Kurve fehlte einfach die Kraft.“ Dennoch war sie zufrieden: „Zwei Bestleistungen bei den Deutschen, das ist doch was.“

Die Lingenerin Judith Wessling (SC Preußen Münster) musste nach Problemen mit den Beugern auf ihren Staffeleinsatz im Frauenteam verzichten.