EL-Sportlerwahl 2016 JLZ Emsland: Starker Spurt in die Regionalliga

Von Uli Mentrup | 05.02.2017, 12:44 Uhr

Der lange Schlussspurt hat gereicht: Die B-Junioren des Jugendleistungszentrums Emsland sicherten sich am letzten Spieltag den Titel in der Niedersachsenliga. Der Aufstieg in die Regionalliga stand schon früher fest.

Dabei starteten die Talente, die zunächst auf den verletzten Kapitän Jannik Hoormann verzichten mussten, nur mäßig in die Saison. Nach sieben Spieltagen standen drei Siegen vier Niederlagen gegenüber. Doch nach der Niederlage gegen Spitzenreiter Hannover ging es bergauf. Sie war ein besonderer Reizpunkt. „Die Mannschaft musste sich erst finden“, erklärt der linke Außenverteidiger Leonard Bredol. „Wir waren noch nicht so gut eingespielt.“ Das JLZ-Team lag lange hinter Hannover 96 II und Heeslingen. Erst langsam kam es richtig auf Touren, schob sich durch sieben Siege in Serie mit nach vorn und holte aus den letzten elf Partien satte 31 Punkte.

In der Rückrunde mit Abstand stärkstes Team

Weiter zusammengewachsen ist die Mannschaft beim Trainingslager in der Türkei. „Ein tolles Erlebnis“, das nach Einschätzung des Innenverteidigers Markus Witte viel bewirkt hat. In der Rückrunde waren die Emsländer mit Abstand stärkstes Team. Trainer Bernd Voss hatte den Talenten immer wieder erklärt, dass sie das Ziel erreichen könnten. „Wir haben alles reingehauen“, erklärt Witte.

Sieg in Heeslingen ein Meilenstein

Wichtiger Meilenstein war der 1:0-Erfolg am 17. Spieltag in Heeslingen. „Da haben wir gespürt, dass noch mehr geht“, meint Bredol zum „vielleicht wichtigsten Spiel der Saison“.

Endspiel um die Meisterschaft

Der Aufstieg stand bereits vor Saisonende fest. Weil Hannover I aus der Bundesliga abgestiegen ist, war der Zweiten von 96 der Weg nach oben verbaut. Beim Endspiel um die Meisterschaft gegen Hannover II am letzten Spieltag war der große Druck weg. Das JLZ gewann 3:1, holte den Titel und feierte ausgelassen. „Wenn wir nur Zweiter geworden wären, wäre alles nur halb so gut gewesen“, weiß Witte. Das Team, das über den besten Angriff und die beste Abwehr verfügte, zeichnete sich durch gutes Flügelspiel aus, von dem im Zentrum Torschützenkönig Sven Goldschmidt profitierte.

Duelle mit dem Bundesliga-Nachwuchs reizen

Obwohl das JLZ in der Regionalliga keinen leichten Stand hat, ist die Stimmung gut. Besonders die Duelle mit dem Bundesliga-Nachwuchs, der weitaus häufiger trainiert, reizen. Kapitän Witte hofft, dass das JLZ den Abstiegsplatz schon am nächsten Spieltag verlässt.

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