Dritter Platz für SV Meppen Werder Bremen gewinnt Budenzauber in Lingen

18.01.2015, 09:52 Uhr

Die Fußball-Legenden von Werder Bremen haben den Budenzauber in der Lingener Emslandarena gewonnen und sich mit dem 5:4 (3:3) nach Neunmeterschießen gegen den VfL Osnabrück für das Traditionsmasters am Samstag in Berlin qualifiziert. Der SV Meppen beeindruckte mit dem dritten Platz nach dem 6:3 gegen Twente Enschede und Josef Schröer als bestem Torschützen des Turniers.

Damit drückten genau die vier Mannschaften der zweiten Auflage des Lingener Budenzaubers in der mit 3000 Zuschauern ausverkauften Emslandarena den Stempel auf, die Turnierdirektor Bernd Kühn als unverzichtbar für die Veranstaltung benannt hatte. Der SV Meppen erntete Komplimente für den guten Auftritt. Die Emsländer erreichten ihr Ziel: Sie wollten bessern abschneiden als bei der Premiere vor zwölf Monaten. Damals schieden sie nach der Vorrunde aus. „Wir können zufrieden sein“, stellte SVM-Trainer Rainer Persike fest. „Wir waren besser im Abschluss“, zeigte Josef Schröer den Unterschied auf.

Ihre Ambitionen machten die Meppener gleich im ersten Spiel gegen Hannover 96 deutlich. Dabei legten die Landeshauptstädter zunächst jeweils vor durch Christoph Dabrowski und zweimal Carsten Linke. Doch Josef Schröer, Carsten Marell und Wolfgang Hake glichen jeweils aus. Schröer gelang die erste Führung, die Marco Dehne noch egalisierte. Aber Cüneyt Özkan machte den Sieg perfekt. Ärgerlich die Verletzung von Damir Bujan: Er fiel nach einem Zweikampf unglücklich, kugelte sich den Ellenbogen aus und konnte nur noch zuschauen. Das musste auch der angeschlagene Robert Thoben, der auf der Bank saß. Vorsichtshalber hatte der SVM mit Dietmar Sulmann einen Stürmer nachnominiert.

Die Derby-Niederlage (2:4) gegen Osnabrück ärgerte die Meppener mächtig. „Ausgerechnet gegen den VfL“, war Teammanager Frank Faltin sauer. Die Lila-Weißen, die gegen Hannover 3:3 gespielt hatten, verfügten in der ersten Halbzeit über Vorteile. Daniel Thioune, Thomas Reichenberger und Christian Claaßen sorgten für einen klaren Vorsprung. Nach dem 1:3 durch Schröer drehte der SVM auf. Marell verkürzte, aber in der Schlussminute gelang Reichenberger das 4:2. Doch das Halbfinale war dem SVM aber nicht zu nehmen.

Das Duell gegen Werder hielt der SVM lange offen. Zur Halbzeit hieß es 2:2. Schröer und Stefan Lammers sorgten jeweils für die Führung, Erhan Alybayrak und Ivan Klasnic glichen aus. Meppen hatte Möglichkeiten, aber Sören Seidel, Frank Ordenewitz, erneut Albayrak und Ailton machten den 6:2-Sieg für Werder perfekt.

Doch die Emsländer zeigten sich im Spiel um Platz drei nicht geschockt. Zum Seitenwechsel führten sie knapp mit 3:2. Am Ende hieß es 6:3 (Schröer,3, Sulmann, Hake, Özkan). Unter dem Beifall der Zuschauer verließ der SVM das Feld. Schröer hatte sich mit seinen drei Treffern selbst die Torjägerkrone aufgesetzt.

Spannender war es in Gruppe A. Alle Teams wiesen drei Punkte auf. Der VfL Bochum, bei dessen 3:2-Auftaktsieg gegen Werder Bremen Peter Peschel und Dariusz Wosz noch geglänzt hatten, blieb wegen der schlechteren Tordifferenz auf der Strecke. Dabei hätte schon ein weiterer Treffer im letzten Gruppenspiel gegen Enschede (3:5) für das Halbfinale gereicht. So setzten sich Werder vor Twente durch.

Die Niederländer, die unbedingt die Berlin-Fahrt buchen wollten, mussten sich im Halbfinale dem VfL Osnabrück nach Neunmeterschießen 2:3 (2:2) geschlagen geben. Dabei hatten sie schon 2:0 geführt. Aber Twente brachte gegen Keeper Tobias Langemeyer keinen Neunmeter im Tor unter. Osnabrück startete im Endspiel die nächste Aufholjagd. Werder führte schon 3:0 (Ailton,2, Albayrak). Doch in den letzten sechs Minuten gelang dem VfL der Ausgleich. Einmal traf Christian Claaßen, zweimal der Speller Wolfgang Schütte, der von einem Fanklub lautstark angefeuert wurde. Doch dieses Mal fehlte das Glück im Neunmeterschießen. Nur Ronald Maul traf. Dessen Tor egalisierte Frank Ordenewitz. Den Schlusspunkt setzte: Ailton! Er löste für Werder das Ticket nach Berlin. Dort treffen die Bremer auf Sparta Prag und Bayer Leverkusen. In Gruppe B spielen Hertha BSC, Union Berlin und Eintracht Frankfurt.