Derby gegen Wilhelmshavener HV Nordhorn-Lingen will es Sonntag besser machen

Von Uli Mentrup | 11.12.2015, 20:00 Uhr

Die 25:29-Niederlage beim TuS Ferndorf war ein wichtiges Thema bei der Vorbereitung der HSG Nordhorn-Lingen auf das nächste Duell mit einem Aufsteiger: Am Sonntag um 17 Uhr erwartet der Handball-Zweitligist im Euregium den Wilhelmshavener SV. „Wir wissen, was wir besser machen müssen“, erklärt Trainer Heiner Bültmann.

Eine Analyse des vorherigen Duells ist normal. Nach der Pleite in Ferndorf fiel sie allerdings etwas intensiver aus. „Wir waren zu hektisch und haben uns in einer schlechten Phase entmutigen lassen“, stellt Bültmann fest. Die Konzentration habe in Abwehr und Angriff gleichermaßen nachgelassen. „Wir haben viel zu schwach geworfen und waren im Positionsspiel nicht geduldig genug“, meinte der Trainer. Das darf sich gegen Wilhelmshaven nicht wiederholen.

Bester Aspekt aus dem Ferndorf-Spiel war für Bültmann die Tatsache, dass Jens Wiese sich nach zweiwöchiger Pause zurückgemeldet hat. In der ersten Halbzeit brauchte der Rückraumschütze noch etwas Anlaufzeit. Insgesamt warf er zwölf Tore, davon vier vom Siebenmeterpunkt. Bis auf Matthias Poll stehen Sonntag alle Akteure zur Verfügung.

Der Wilhelmshavener HV hat gerade seine Serie von vier Niederlagen mit einem 35:29-Heimsieg gegen SG Saarlouis beendet. Dabei fehlten einige angeschlagene Akteure. Mit 17:19 Zählern liegen die Gäste zwar nur einen Punkt, aber vier Plätze hinter dem Zwei-Städte-Team.

Die Wilhelmshavener, die als Meister der Dritten Liga Nord keinen einzigen Punkt abgaben, sind sehr gut in die neue Saison gestartet. Viele Spieler im Kader von Trainer Christian Köhrmann verfügen mindestens über Zweitligaerfahrung. Mit Sebastian Maas, Evgeny Worontzov, René Drechsler und Ivo Warnecke gehören noch einige Akteure aus dem letzten gemeinsamen Zweitligajahr mit der HSG (2010/11) zum Kader.

Im Tor steht mit dem vom Erstligisten Burgdorf gekommenen Adam Weiner ein ehemaliger polnischer Nationalspieler. Trainer-Bruder Oliver Köhrmann lenkt das Wilhelmshavener Spiel. Auf den Halbpositionen sorgen die gefährlichen René Drechsler und Tobias Schwolow für jede Menge Treffer. Sie belegen zwei der ersten drei Plätze in der Scorerliste. Über das Duo läuft oft das Spiel der Gäste. Für Bültmann findet die eingespielte Mannschaft oft die richtige Balance zwischen Positionsspiel und Power-Handball. Auf alle Fälle garantieren die Wilhelmshavener, die am fünften Spieltag sogar Tabellenführer waren, Tore: Nur fünf Klubs warfen mehr Treffer (507), aber kein einziges kassierte mehr Gegentore (516).