Auftakt zwischen Lohne und Leschede Volleyball-Teams starten in die Saison

Von Kim Patrick von Harling | 02.09.2016, 20:30 Uhr

Pritschen, Baggern, Blocken – am Wochenende starten vier hiesige Volleyball-Mannschaften in die Saison. Die Ziele sind klar formuliert: Neun von zehn Teams peilen den Klassenerhalt an.

Nicht verwunderlich, mischen doch unter anderem die Aufsteiger wie der SC Spelle-Venhaus und der FC Leschede hochklassig mit. Ein besonderes Kuriosum bieten in diesem Jahr die Volleyballerinnen des SV Raspo Lathen – sie starten als der TV Meppen in der Landesliga.

 3. Liga, Frauen: Es ist der 3. Mai 2016. Katerstimmung beim SC Spelle-Venhaus. Zu bitter war der geplatzte Traum vom Aufstieg in die 3. Liga. In der Relegation hatte man am 24. April das Rückspiel gegen Blau-Weiß Aasee deutlich mit 0:3 verloren. Nach dem 3:2-Hinspielerfolg hatte man sich durchaus berechtigte Hoffnungen auf die Teilnahme an der dritthöchsten Volleyballklasse in Deutschland gemacht. Doch am besagten 3. Mai flatterte die digitale Post per Mail ins Haus. Der grobe Inhalt: „Ja, der SC Spelle-Venhaus darf doch in der 3. Liga spielen.“ Der Grund: Die 3. Liga wurde von zehn auf elf Teams aufgestockt. Lange überlegen mussten das Team, der Trainer und der Verein nicht. Nun tritt die Mannschaft von Trainer Michael Spratte das große Abenteuer der 3. Liga an. Das Ziel ist dabei klar definiert: Klassenerhalt. Für diese Mission vertraut Spratte größtenteils eins zu eins seinem Regionalliga-Kader. Niemand hat das Team verlassen, mit Julia Kruse aus der dritten Mannschaft kommt ein Neuzugang aus den eigenen Reihen. Ebenfalls als Neuzugang darf man wohl Maren Kreuzeberg betrachten, die nach überstandenem Kreuzbandriss wieder voll belastbar ist. Bemerkenswert ist die Verpflichtung von Ronja de Boer, die vom VfL Oythe aus der 2. Liga kommt und eine ordentliche Portion Erfahrung mitbringt. Für den SC Spelle fängt das Abenteuer am 17. September mit dem Auswärtsspiel bei der GfL Hannover an.

 Regionalliga, Frauen: Neben Spelle selbst gibt es noch einen weiteren Nutznießer der Aufstockung in der 3. Liga: der FC Leschede. Die Mannschaft von Trainer Dieter Jansen belegte in der zurückliegenden Saison den zweiten Tabellenplatz in der Oberliga. Die anschließende Aufstiegsrelegation gegen die BTS Neustadt ging denkbar knapp mit 2:3 verloren. Doch es dauerte nicht lange, und auch in Leschede flatterte die Nachricht ins Haus, dass man in der Regionalliga antreten dürfe. Mit dem formulierten Ziel „gekommen, um zu bleiben“ startet das Jansen-Team am Samstag (3. September) gleich im Nachbarschaftsduell mit dem SV Union Lohne vor heimischem Publikum. Lohne selbst feierte souverän die Oberliga-Meisterschaft und stieg direkt in die Regionalliga auf. Aber auch für die Mannschaft von Coach Harald Nüsse und Trainerin Katharina Schöttmer ist der Klassenerhalt das ausgegebene Ziel. Nach dem Motto „Never change a winning Team“ verzeichnen die Lohnerinnen keinen einzigen Neuzugang. Lediglich auf Eva Welling und Katharina Schöttmer muss verzichtet werden.

 Verbandsliga, Frauen: Auch die zweite Mannschaft des SV Union Lohne ist aufgestiegen. Nach einer erfolgreichen vergangenen Saison in der Landesliga, verlassen mit Katharina Peters, Nicole Schnieders, Christin Stelzer und Marion Rakers langjährige Stammspielerinnen das Team der Trainer Erwin Feldschnieders und Hannah Frese, die als spielender Coach aktiv ist. Um in der neuen Liga konkurrenzfähig zu bleiben, bediente man sich aus dem eigenen Nachwuchs und der dritten Damen. In der Verbandsliga trifft Union mit dem FC Leschede II und dem MTV Lingen auf zwei emsländische Mannschaften. Während die Lingenerinnen bereits alte Hasen in der Verbandsliga sind, betritt auch Leschedes Zweite Neuland. In einem dramatischen Saisonfinale überholte die Mannschaft des Trainerduos Marita Löcken/Jörg Alsmeier am letzten Spieltag den SV Alemannia Salzbergen und feierte die Meisterschaft sowie den direkten Aufstieg.

 Verbandsliga, Männer: Auch die Volleyballer des SV Union Lohne feierten recht deutlich den Landesliga-Titel. Während Marco Gravel und Stefan Tälkers ihre Karrieren an den Nagel hängen, setzt sich Hennes Hartwich nach seiner aktiven Zeit nun komplett auf die Trainerbank. Zusammen mit dem Spielertrainer Thomas Arens lautet das Ziel Klassenerhalt. Mit Felix Schmidt (Lingen) habt die Mannschaft noch mehr Optionen auf der Außenangreifer-Position. Am Samstag startet der Aufsteiger gleich mit einem Heimspieltag. Ab 14 Uhr geht es gegen den VfL Lintorf II und dem TV Baden II. Personell hat das Team arge Probleme: Mittelangreifer Henning Müller (Urlaub), Außenangreifer Stefan Scholz (Urlaub) und Außenangreifer Christopher Baum (Verletzung) nicht zur Verfügung. Zudem kann Libero/Stellspieler Brian Lüken arbeitsbedingt nur am ersten Spiel teilnehmen.

 Landesliga, Frauen: Die zurückliegende Landesliga-Saison bot vor allem in der Spitze Spannung bis zum letzten Spieltag. Die leidtragende Mannschaft war dabei der SV Alemannia Salzbergen, der wie oben bereits erwähnt noch vom FC Leschede II abgefangen wurde. Dieses Jahr will man erneut um den Aufstieg mitspielen. Hierfür holt man sich die stark aufspielende Lea Müscher aus der eigenen Reserve. Müscher trifft in der Landesliga auf ihre ehemaligen Teamkolleginnen, schließlich ist auch Salzbergens Zweite in dieser Klasse beheimatet. Die Reserve spielt wie in der Vergangenheit nur um den Klassenerhalt. Neu dabei ist der TV Meppen. Oder doch der SV Raspo Lathen? Ein Kuriosum bieten die beiden Vereine. Bis vor Kurzem war noch der TVM in der Landesliga gemeldet, doch personell kann dieser die Aufgabe nicht stemmen. Der Verein trat an Raspo heran mit der Bitte, den Landesliga-Platz einzunehmen. Nach Rücksprache mit dem Verband bekamen beide Vereine grünes Licht. Das Problem: Der Tausch kam zu spät, der Name TV Meppen war schon gemeldet. Nun spielt also die Mannschaft von Raspo Lathen unter dem Namen TV Meppen.