Auf Hümmling-Ring in Werlte Tebbe schielt bei Sandbahn-DM auf den Meistertitel

Von Helmut Diers | 22.07.2014, 22:30 Uhr

Medaillen und Siegerkränze hat er schon viele in seinem „Schrauberheim“ in Dohren hängen, von der Team-Weltmeisterschaft bis zur Weltmeisterschaft der 500-ccm-Solisten. Eine Goldmedaille fehlt dem 35-jährigen Bahnmotorradrennfahrer auf nationaler Ebene immer noch. Das soll sich am Samstag bei der DM auf der Sandbahn des Hümmling-Rings mit Rennbeginn um 18.30 Uhr ändern.

Die Chancen dafür stehen gar nicht so schlecht. „Die Bahn in Werlte liegt mir“, weiß Tebbe, der dort schon mehrfach in den Flutlichtrennen glänzen konnte. Zurzeit belegt der gelernte Holzmechaniker in der WM-Wertung nach zwei Rennen mit 20 Punkten Rang acht. Der zweifache Familienvater ist seit 2002 konstant in der Weltmeisterschaft dabei. Seit 2010 ist er konstant unter den besten acht Fahrern der Welt zu finden. Das schaffte bisher kein anderer deutscher Fahrer. Der emsländische Sportoskar-Gewinner 2012 gehört zu den „Leisetretern“ des Motorradbahnsports. Er lässt sich ungern aus der Reserve locken, glänzt lieber durch bahnsportliche Tatsachen. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall Richard Speisers (Börwang) und der Absage des amtierenden Deutschen Meisters Martin Smolinski (Olching), der sich ganz auf den Speedway-Sport konzentrieren will, ist das Feld der DM-Titelaspiranten auf ein halbes Dutzend geschrumpft. Dazu zählen die Werlter Matthias Kröger und Bernd Diener, der Neuwittenbeker Stephan Katt, Erik Riss (Memmingen) und der Sarmstorfer Enrico Janoschka. Nach seinem Auftreten in den beiden WM-Grand-Prix-Rennen und dem Erfolg vom Sonntag beim offenen internationalen Sandbahnrennen im bayrischen Pfarrkirchen kann Tebbe eine Favoritenrolle für das Internationale ADAC-Flutlichtrennen des MSC „Hümmling“ Werlte am Samstag nicht von sich weisen. In Pfarrkirchen gewann Tebbe und verwies gleich sieben seiner stärksten Konkurrenten auf den DM-Titel auf die Plätze. „Ich habe einiges an meinem Motor, den ich in Werlte einsetzen will, vor Pfarrkirchen verändert. Die Maschine war in einem Topzustand“, hofft Tebbe, dass die Änderungen auch in Werlte greifen. „Wer von den Favoriten ganz oben stehen wird, das ist in Werlte eine Startfrage. Kommst du gut vom Band weg, kannst du schon in der Startkurve das ganze Feld dominieren.“ Eine Medaille wäre für den Dohrener nicht schlecht. Die Bahn in Werlte liegt ihm. 2012 im EM-Semifinale fuhr er bereits auf einen dritten Rang vor. Ein gutes Omen!

Weitere Information unter www.msc-werlte.de und www.speedway.org