Auf Hümmling-Ring in Werlte Kai Huckenbeck Reservefahrer bei der Sandbahn-DM

24.07.2014, 10:30 Uhr

Die Nachricht elektrisierte am Mittwochabend zahlreiche Bahnmotorradfans und ließ sie zum Hümmling-Ring an der Rastdorfer Straße pilgern. Sie kamen dort aus dem Staunen nicht heraus. Der 21-jährige Deutsche Speedwaymeister und Werltes Clubfahrer Kai Huckenbeck driftete auf einer Sandbahnmaschine wie ein alter Hase durch die Start- und Zielkurve des Hümmling Rings.

Huckenbeck wurde nach verletzungsbedingten Ausfällen von vier Fahrern als 1. Reserve für den Lauf um die Deutsche Sandbahnmeisterschaft gesetzt.

„Wenn ein Fahrer aus irgendwelchen Gründen am Samstag zur Deutschen Meisterschaft beim 43. ADAC-Flutlichtrennen nicht anreisen kann, wenn ein Fahrer in einem Lauf disqualifiziert wird, nicht rechtzeitig am Start ist, das Startband berührt oder verletzungsbedingt ausfällt, ist Kai Huckenbeck auf der Bahn“, hat Werltes Rennleiter für die Meisterschaftsläufe nicht irgendeinen Ersatz aus dem Ärmel gezaubert, sondern eine echte „Hausnummer“. Von der sagt Sandbahnspezialist Jörg Tebbe (Dohren) nach dem Training Huckenbecks auf der Bahn. „Den habe ich nicht unbedingt gern hinter mir!“ Soll heißen, wenn Huckenbeck dicht kommt, geht er auch vorbei. Das Training war schon vielversprechend. Mit Bernd Dinklage, Bernd Diener, Jörg Tebbe, Matthias Kröger und Huckenbeck sind am Samstag ab 18.30 Uhr gleich fünf Stahlschuhartisten am Start, die die Klubfarben des MSC Werlte tragen.

Huckenbeck, dem der ehemalige Werlter Sandbahnfahrer Carsten Schwalbe für das Rennen auf dem Hümmling-Ring seine intakte Sandbahnmaschine zur Verfügung stellt, fuhr vor acht Jahren das letzte Mal auf der Werlter Sandbahn, auf Sandbahnen überhaupt. Inzwischen hat der Profirennfahrer der 2. Polnischen Speedwayliga und der Bundesliga sowie Kapitän der U21-Speedwaynationalmannschaft alle deutschen Meistertitel der Nachwuchsklassen, den Titel eines internationalen Meisters der Niederlande sowie der U-21-Meisterschaft und der offenen deutschen Speedwayklasse im Trophäenschrank. „Kai wird uns am Samstag noch einen ganzen Schwung mehr Zuschauer, vor allem jüngeren Semesters, bringen“, freut sich MSC-Rennleiter Hukelmann über die Startzusage.