26:26 gegen Bietigheim Erster Punktverlust für HSG Nordhorn-Lingen im Euregium

Von Uli Mentrup | 04.12.2015, 22:52 Uhr

Erster Punktverlust für die HSG Nordhorn-Lingen im Euregium. In einem spannenden, aber keinesfalls hockklassigen Spiel trennten sich das Zwei-Städte-Team und SG BBM Bietigheim leistungsgerecht 26:26 (14:14). Damit bleibt die Bilanz beider Kontrahenten ausgeglichen.

„Wir haben Bietigheim zuerst etwas überrascht mit schnellen Angriffen und mutigen Abschlüssen“, erklärte Luca de Boer, der gleich fünf Siebenmeter herausholte. „Wir mussten um jedes Tor härter arbeiten“, erklärte Trainer Heiner Bültmann die Folgen des Ausfalls von Jens Wiese. Gegen eine flach stehende Abwehr sei es schwer gewesen, die Lücke zu finden. Er bemängelte, dass sein Team dem Gast durch Ballverluste im Angriff zu viele Gegenstöße ermöglichte. „Die haben wir nicht in den Griff bekommen“, stimmte de Boer zu.

Die Gastgeber erwischten einen guten Start. Durch Tore von Kapitän Nicky Verjans (2) und Nils Meyer, die die sieben ersten Treffer warfen, führten sie in der vierten Minute 3:0.

Die Bietigheimer fanden nur schwer ins Spiel. Tim Dahlhaus scheiterte gleich dreimal, doch Christian Schäfer, nicht nur ein sicherer Siebenmeterschütze, gelang nach 4:45 Minuten der Anschlusstreffer. Der Gast fand seinen Rhythmus, ging durch Julius Emrich mit 6:5 erstmals in Führung.

Beim Zwei-Städte-Team schien die Konzentration etwas nachzulassen. Es unterliefen einige Fehler, die zu leichten Gegentoren führten. Nach einer Viertelstunde lag es erstmals mit zwei Toren hinten (7:9). Doch mit schnellen Gegenstößen über Jürgen Rooba und Pavel Mickal drehte die HSG die Partie für einige Minuten. Das Spiel blieb offen. Dem Gast gelangen einige gefährliche Anspiele an den Kreis. Zudem blieben sie auf der linken Seite gefährlich, weil Jonathan Scholz Raum hatte.

Zur Pause stand es 14:14 - reichlich Gegentore für die HSG-Abwehr. Zuvor war beiden Teams in Unterzahl ein Treffer gelungen.

Die Gastgeber fanden zu Beginn des zweiten Durchgangs kaum eine Lücke. Beide Kontrahenten offenbarten im Abschluss Schwächen.

Als Nordhorn-Lingen wieder energischer agierte, einen 25:23-Vorsprung herausspielte und Timo Salzer die zweite Zeitstrafe erhielt, schien es auf der Siegerstraße. Aber den Vorsprung büßte es in Überzahl ein.