25:30 gegen Eisenach HSG Nordhorn-Lingen nach der Pause schwach

Von Uli Mentrup | 17.02.2017, 22:54 Uhr

Die Revanche für die 25:27-Niederlage der Hinrunde ist nicht gelungen. Handball-Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen musste sich nach schwacher zweiter Halbzeit im Euregium dem ThSV Eisenach verdient mit 25:30 (13:12) geschlagen geben.

Am verdienten Erfolg des Gastes, der die Auswärtszähler sechs und sieben verbuchte, ließ HSG-Trainer Heiner Bültmann keinen Zweifel. Zumindest aufgrund der zweiten Halbzeit. Da sei seine Mannschaft nicht mehr ans Limit gekommen. „Wir waren nicht aggressiv genug“, beklagte er und vermisste auch die letzte Konsequenz im Abschluss. „Da waren wir geduldig, hatten eine gute Abwehr“, meinte Eisenachs Coach Christoph Jauernik nach einer von vielen taktischen Abläufen geprägten Partie. „Dabei sind wir gut ins Spiel gekommen“, erläuterte Bültmann. Doch der Vorsprung zur Pause hätte seiner Meinung nach höher sein müssen.

Guter Start für den Gastgeber

Zunächst konnte sich keiner der Kontrahenten absetzen. Jens Wiese sorgte nach der Führung durch Jürgen Rooba mit drei Treffern dafür, dass das Zwei-Städte-Team vorn blieb. Torwart Björn Buhrmester hatte seinen Anteil , als er mit seiner ersten Parade das dritte Tor durch Matthias Gerlach verhinderte.

Beim 4:5 lag erstmals der Gast vorn (9.). Doch in den letzten zehn Minuten vor dem Wechsel führte nur noch der Gastgeber, der zwischenzeitlich von der 6:0- auf die 5:1-Abwehr mit dem vorgezogenen Asbjörn Madsen umgestellt hatte.

Nicht entschlossen genug

Im Abschluss wirkte die HSG nicht immer entschlossen genug. Wiese hatte Pech, als er beim 8:8 einen Distanzwurf über das ganze Feld an den Pfosten des leeren ThSV-Tores setzte. Weil der Gast keine Lösungen gegen die Abwehr der Niedersachsen fand, blieb er fünf Minuten ohne Torerfolg. Nordhorn-Lingen zog von 9:9 auf 12:9 davon. Aber bis zur Pause schmolz der Vorsprung auf ein 13:12 zusammen.

Es blieb knapp. Lasse Seidel verpasste die Doppelchance unmittelbar nach der Pause. Beim Siebenmeter traf er die Latte, frei vor dem Tor scheiterte er an Stanislav Gorobtschuk, der im zweiten Durchgang einige Bälle parierte. Eisenach wurde in der Abwehr sicherer, Nordhorn-Lingen hatte es schwer, die Lücke zu finden. Und der Gast brachte aus dem Rückraum viel Power auf das Parkett.

Gast baut Vorsprung aus

Zehn Minuten vor Ende lag der ThSV Eisenach mit 23:20 vorn, baute die Führung aus, weil die HSG keinen richtigen Zugriff hatte. Mittwoch muss das Zwei-Städte-Team beim TuS N-Lübbecke antreten.