Auch Emsbüren, Twist und WVP stark Schwimmen: TV Meppen dominiert Kreismeisterschaften

Von Klaus Hüsing | 27.02.2019, 10:33 Uhr

Die zweitägigen Kreismeisterschaften im Emsbad Meppen waren ein gelungener Einstieg in den diesjährigen Meisterschaftsreigen. Sowohl im offenen als auch im Jugendbereich demonstrierten die Schwimmer des TV Meppen ihre Stärke und dominierten den SV Concordia Emsbüren und den SC Twist. Aber auch die Wasserfreunde Völlen-Papenburg (WVP) glänzten zudem mit ihren Staffeln.

Trotz Startverzicht von Leistungsträgerin Nicole Heidemann und der Abwesenheit der Harener Spitzenkräfte, die einen Start auf der 50-Meter-Langbahn in Osnabrück vorzogen, um früh Qualifikationszeiten zu schwimmen, konnte sich das Niveau doch sehen lassen. Vor allem der Meppener Felix Berling imponierte mit fünf Siegen und sehr starken Leistungen im offenen Bereich. Über 100 m und 200 m Freistil (53,78 Sek./2:00,61 Min.) und Brust (1:08,29/2:32,01 Min.) sowie 200 m Lagen zeigte der 17-Jährige, dass er für kommende Aufgaben auf Bezirks-, Landes- und Norddeutscher Ebene gerüstet ist. Leider konnte sein adäquater Gegner, der ein Jahr ältere Hendrik Schmitz vom SC Twist, wegen einer Leistenzerrung nur einmal über 100 m Schmetterling in 59,65 Sekunden seine Klasse unter Beweis stellen. Schnellster „Schmetterling“ über 200 m war Justus Volmer (TV Meppen). Als bester Rückenschwimmer gewann Eric Haring vom SV Sigiltra Sögel die 100 m und 200 m Rücken.

Berling mit bester Leistung

Felix Berling wurde dann auch wegen seiner 100-Meter-Freistil-Zeit und 583 Punkten nach der DSV-Leistungstabelle die Auszeichnung für die beste Leistung der Titelkämpfe verliehen. Bei den Frauen wurde diese Ehre Sarah Deters vom Haselünner SV zuteil, die über die gleiche Strecke in starken 1:00,77 Minuten anschlug und noch vier Punkte mehr verbuchte. Die 17-Jährige war auch über 200 m Brust, 100 m Rücken, 100 m Schmetterling und 200 m Lagen schnellste Emsländerin. Dabei profitierte Deters aber auch von der Konkurrenz durch die Dalumerin Sarah Dall, die wegen ihres Sportstudiums für Kopfsprung Köln außer Konkurrenz startete und jedes Mal in persönlicher Bestzeit vor Deters anschlug – so auch über 100 m Freistil in 59,86 Sekunden.

Die weiteren Frauentitel gingen an Imke Mülder (200 m Freistil), Larissa Scherpe (100 m Brust in 1:15,26 Min.) und Alina Wagner (200 m Rücken/alle WVP) sowie Eva Schmitz (SC Twist) über 200 m Schmetterling.

24 Titel für TV Meppen

Sechs der acht ausgeschwommenen Staffeln gewannen die Wasserfreunde Völlen-Papenburg. Über 4 x 200 m Freistil der Frauen siegte der Haselünner SV. Die 4 x 100 m Lagenstaffel mixed gewann der SV Sigiltra Sögel.

Bei den Jugendmeisterschaften gingen 24 Titel an die Schwimmer des TV Meppen. Der SV Concordia Emsbüren sammelte 22 Goldmedaillen dank ihrer guten Nachwuchsarbeit in den jüngeren Jahrgängen. Ihre erfolgreichsten Talente waren einmal mehr der 12-jährige Fabio Berendes mit sechs Gold sowie die ein Jahr jüngere Finja Kruthoff, die fünfmal gewann. Mit 261 Punkten für 2:30,57 Minuten über 200 m Brust erhielt sie auch den Wanderpokal für die beste weibliche Nachwuchsleistung der Meisterschaften.

Gügelmeyer mit bester Nachwuchsleistung

Der SC Twist kam auf 20 Titel und bestach in der Leistungsbreite seiner Talente. Es folgen die Wasserfreunde Völlen-Papenburg und der SV Sigiltra Sögel mit je 17 Siegen, die mit der 14-jährigen Ronja Stubbe (sechs Titel) und dem 16-jährigen Edgar Volnenko (sieben Titel) ihre Erfolgreichsten in ihren Reihen hatten. Die geschwächten Harener Schwimmer kamen auf 16 Mal Gold, wovon der 14-jährige Björn Achter allein fünf Titel für sich verbuchte. Die Wasserfreunde Dalum errangen ebenfalls 16 Siege. Ein besonderes Juwel präsentierten die Dalumer mit dem erst achtjährigen Jonas Gügelmeyer, der mit 162 Punkten für 1:22,28 Minuten über 100 m Freistil den großen Pokal für die beste Nachwuchsleistung der Kreismeisterschaften erhielt. Damit verwies er die bis zu drei Jahre älteren Konkurrenten auf die Plätze.

In der inoffiziellen Vereinswertung folgten die SG Freren (14) mit ihren zahlreichen sehr jungen Talenten vor dem Haselünner SV (6 Siege) und dem SV Blau-Weiß Lingen mit drei Erfolgen.