Fußball-Regionalliga 2021/22 SV Atlas Delmenhorst legt den Fokus voll auf FC Oberneuland

Treten an diesem Mittwoch beim FC Oberneuland an: die Regionalliga-Fußballer des SV Atlas Delmenhorst um Cerruti Siya (links).Treten an diesem Mittwoch beim FC Oberneuland an: die Regionalliga-Fußballer des SV Atlas Delmenhorst um Cerruti Siya (links).
Lars Pingel

Delmenhorst. Die Regionalliga-Fußballer des SV Atlas Delmenhorst müssen an diesem Mittwoch beim FC Oberneuland eine schwere Aufgabe lösen. Ob sie am Sonntag den VfB Oldenburg empfangen werden, stand am Dienstag weiterhin nicht fest.

Es sind, gerade mit Blick auf den ersten Teil einer Englischen Woche, gute Nachrichten, die Key Riebau vor der Partie beim FC Oberneuland an diesem Mittwoch verkündet. „Vor dem Abschlusstraining gibt es keine neuen Ausfälle“, sagt der Trainer der Regionalliga-Fußballer über seinen Kader: „Nach dem Spiel beim Lüneburger SK waren zwei Spieler angeschlagen. Sie haben aber vom Mannschaftsarzt wieder Grünes Licht bekommen.“ Und so hat er vor der Begegnung, die um 19.30 Uhr im Marko-Mock-Stadion am Vinnenweg angepfiffen wird, sogar mehr Alternativen als am zurückliegenden Sonntag, denn Stürmer Dimitrios Ferfelis und Innenverteidiger Kristian Taag dürfen nach ihren Gelb-Rot-Sperren wieder mitwirken.

Zweitkürzeste Anfahrt in der Qualifikationsrunde

In Lüneburg hatte Atlas aus einem 0:2-Rückstand gegen einen ab der 52. Minute nach einer Gelb-Roten Karte in Unterzahl agierenden Gastgeber noch ein 2:2 gemacht. Die Fahrt zu dieser Partie war übrigens die weiteste in der Qualifikationsrunde der Südstaffel der Regionalliga Nord. An diesem Mittwoch folgt die zweitkürzeste. Nur der Platz elf des Weserstadions liegt noch etwas näher an Delmenhorst als die Spielstätte des FCO. Es ist allerdings weniger die örtliche Nähe – natürlich auch die –, die die Bremer besonders motivieren dürfte. Nach einem 3:2-Erfolg beim BSV Rehden, mit dem die zunächst coronabedingt ausgebremste Mannschaft ihre Punktspielserie 2021/22 eröffnete, musste sie sich dreimal in Folge geschlagen geben: beim HSC Hannover (0:1), gegen den VfB Oldenburg (0:3) und am vergangenen Samstag beim SV Werder II (0:3). Mit drei Zählern belegt sie in der zu dieser frühen Zeit aber noch wenig aussagekräftigen Tabelle den neunten Rang. Diese drei Partien absolvierte der FCO innerhalb von sieben Tagen. „Das ist körperlich schon ein Brett“, überlegt Riebau, der sich aber sicher ist, dass sein Team auf einen Konkurrenten treffen wird, der bereit ist, alles dafür zu geben, einen Heimsieg einzufahren. Damit wäre Oberneuland, Tabellenvorletzter, dann direkt punktgleich mit dem viertplatzierten SV Atlas, der mit sechs Zählern auf seinem Konto und noch unbesiegt auflaufen wird.

Atlas-Trainer Key Riebau warnt vor Umschaltspiel des FCO

„Wir haben eine Idee, wie wir spielen wollen“, erklärt Riebau. Die Grundlage des Oberneuländer Spiels sei es, sehr kompakt aufzutreten. „Die Mannschaft schafft es, die Räume zwischen den Linien sehr eng zu machen und dort zu Ballgewinnen zu kommen.“ Diese nutze sie durch ein sehr gutes Umschaltspiel aus. Dieses zu unterbinden sei einer der Schlüssel, um gegen Oberneuland erfolgreich sein zu können. Das bedeute, dass seine Spieler, wenn sie den Ball verloren haben, „hellwach sein müssen“, um nicht ausgekontert zu werden.

Heimspiel gegen VfB Oldenburg immer noch gefährdet

Über die zweite Partie, die seine Mannschaft innerhalb von fünf Tagen bestreiten muss, also den zweiten Teil der Englischen Woche, habe er sich „noch gar keine Gedanke gemacht“, erzählt Riebau. Dafür sei die Aufgabe FC Oberneuland einfach viel zu schwer. Das Heimspiel gegen den Spitzenreiter VfB Oldenburg beschäftigte derweil den Atlas-Vorstand auch am Dienstag anders als ihm lieb war. Es ging vor allem um die Frage, ob es am Sonntag um 15 Uhr überhaupt angepfiffen werden kann, nachdem am zurückliegenden Wochenende vier VfB-Spieler positiv auf Corona getestet worden waren. Daraufhin hatte sich die Mannschaft vorsorglich in Quarantäne begeben. Am Montag war sie bei einem PCR-Test, hatte der Verein mitgeteilt. Von dessen Ergebnissen hängt ab, ob der VfB-Kader den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen und in Delmenhorst antreten darf. Diese sollten eigentlich bis Dienstagnachmittag eintreffen. Am Dienstagabend standen dann allerdings doch noch nicht alle Resultate fest. Von denen, die vorlagen, war aber keines positiv, hieß es aus der VfB-Geschäftsstelle. Damit ist allerdings immer noch nicht endgültig sicher, dass das Derby stattfindet.


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