In Corona-Zeiten Zwei Athlethen des LC 93 Delmenhorst laufen Marathon

Von Sportredaktion

Mit Abstand: Philipp Pospich und Jens Weischenberg, Laufsportler des LC 93 Delmenhorst, sind die Marathon-Strecke gelaufen.Mit Abstand: Philipp Pospich und Jens Weischenberg, Laufsportler des LC 93 Delmenhorst, sind die Marathon-Strecke gelaufen.
Dieter Meyer

Delmenhorst. Eine starke Leistung während der Corona-Krise. Philipp Pospich und Jens Weischenberg, Laufsportler des LC 93 Delmenhorst, haben gemeinsam – mit Abstand – einen Marathon absolviert.

Delmenhorst Viele Ausdauersportler, und nicht nur die, richten ihre Trainingspläne danach aus, dass sie bei einer bestimmten Veranstaltung ihre Bestform oder einen gewünschten Formstand erreicht haben. Für Langstreckenläufer ist der Hamburg-Marathon, der immer Ende April ausgetragen wird, ein solcher Gradmesser. Das gilt auch immer wieder für Aktive des Laufclubs 93 Delmenhorst. Für Philipp Pospich und Jens Weischenberg ist nun daraus aber eine besondere Herausforderung entstanden: Weil die Auflage 2020 wegen der Corona-Pandemie verlegt werden musste, riefen die Organisatoren die Aktion #runyourownblueline ins Leben. Das berichtete LC-93-Pressewart Dieter Meyer.

Ursprünglich hätte der Hamburg-Marathon am 20. April stattfinden sollen. Die Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus’ machten das jedoch unmöglich, weshalb man das Event in der Hansestadt am 3. April absagte. Die Veranstaltung wurde vorerst auf den 13. September verlegt. Allerdings war das der Startschuss für #runyour-ownblueline. Die Idee der Aktion war, erklärte Meyer, im Geist des ursprünglichen Hamburg-Marathons an dessen eigentlichem Termin einen selbst organisierten Lauf zu absolvieren: „Dabei war es unerheblich, ob über die Marathon-, die Halbmarathon- oder die Fünf-Kilometer-Strecke gelaufen wurde.“ 

Erste gemeinsame "Zielankunft"

Die LC-93-Athleten Pospich und Weischenberg entschieden sich für die längste Variante. Das Delmenhorster Duo startete um 9.15 Uhr in Heidkrug, von wo aus Pospich und Weischenberg über den Bremer Stadtteil Strom über das Ochtumsperrwerk nach Delmenhorst liefen. Anschließend ging es über Schönemoor, Schierbrock und Hasbergen zurück nach Heidkrug, erklärte Meyer. Die Strecke wurde mit einer GPS-Uhr gemessen. „Selbstverständlich haben beide Sportler währenddessen immer den geforderten Sicherheitsabstand eingehalten“, sagte Meyer.

Pospich und Weischenberg beendeten ihren Lauf über die 42,195 Kilometer nach 3:14:48 Stunden – nicht ganz Seite an Seite, aber doch gemeinsam. „Zusätzlich war das noch eine Premiere für die zwei Läufer, denn die beiden waren vorher noch nie zusammen durchs Ziel gelaufen“, erzählte Meyer. spo


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